Medienpläne entwickeln

Von der Medienarbeit der einzelnen Lehrkraft zum Medienentwicklungsplan für die ganze Schule

Wozu
Eine Medienentwicklungsplanung kann für eine einzelne Schule und für alle Schulen eines Trägers Transparenz über die Mittelverwendung schaffen. Sie hilft aber gleichzeitig Schulen zu einem pädagogischen Nutzungskonzept, das nicht nur die Projekte einzelner Kolleginnen und Kollegen beschreibt, sondern über alle Jahrgänge hinweg darlegt, welche medialen Kompetenzen Schülerinnen und Schülern vermittelt werden.... So belegt u.a. die Internationale Studie "Innovative Praktiken in Schulunterricht und -organisation" (vgl. Computer+Unterricht Heft 49), dass eine nachhaltige Implementation der neuen Medien nur über die Integration in Schulcurricula und Schulprogramme gelingt.

Was?
Im Medienentwicklungsplan wird das Zusammenspiel eines medienpädagogischen Medienkonzepts, technischer Umsetzung und verfügbarer Ressourcen beschrieben: "Wie muss die Ausstattung, die Vernetzung und der laufende Betrieb des schulischen Netzes beschaffen sein, damit die pädagogischen Anforderungen und die Aufgaben des Unterrichts unter Berücksichtigung der örtlich zur Verfügung stehenden Ressourcen am besten erfüllt werden können?" Damit wird auch deutlich, dass zunächst das pädagogische Konzept einer Schule im Vordergrund steht. Erst darauf aufbauenend kann die technische Realisierung geplant werden.

Schritt für Schritt-Anleitung
1. Teambildung und pädagogisches Konzept
- Projektteam zusammenstellen
- Bestandesaufnahme Medieneinsatz
- Unterrichtliche Anforderungen beschreiben
- Ziele formulieren

2. Technische Konzeption
- Bestandesaufnahme (Aussattung, Vernetzung, laufender Betrieb)
- Vernetzungskonzept
- Ausstattungskonzept
- Service und Betriebskosten

3. Umsetzung und Evaluation
- Kostenplanung und Finanzierung
- Verabschiedung und Beschlussfassung, Zeitplanung
- Evaluation

Hilfen & Downloads
- Materialien Baden-Württemberg


Quelle: Computer+Unterricht, Heft 58.

Situation im Kanton St. Gallen
Im Kanton St.Gallen wurde bisher der entgegengesetzte Weg beschritten. Zuerst wurden ein Hardwarekonzept erlassen, anschliessend die Lehrkräfte weitergebildet (Grundlagenkurse und methosch-didaktische Kurse) und dann ein medienpädagogisches Konzept (Lehrplanergänzung) erstellt.
Bislang kommt der Medieneinsatz (ICT-Einsatz) im Unterricht nur langsam voran. Es fehlen m.E. Medienpläne, welche auf die einzelnen Schulhäuser zugeschnitten sind. Ein solcher Medienplan müsste die Besonderheiten der einzelnen Schulen mit Ihren Profilen beachten (Medienprofil). Im Medienpädagogischen Konzept ist festhalten, welche Medienkompetenzen auf welcher Schulstufe (Schuljahr) in welchen Fächer integriert unterrichtet werden. Dies geschieht am besten, indem die Lehrkräfte im Team Pädagogische Szenarien ausarbeiten und diese untereinander austauschen. Damit wird sichergestellt, dass alle Schülerinnen und Schüler beim Übertritt in die nächst höhere Schulstufe über vergleichbare Medienkompetenzen verfügen.

Ideen zu Medienpläne entwickeln
- Medienplan für eine einzelne Schulen oder Schulgemeinde (Medienprofil) entwickeln
- Medienplan für eine Medienwerkstatt entwickeln (analog Medienwerkstatt Stella Maris)
- Medienplan für z.B. einen Musikcomputer im Schulhaus entwickeln
- ...

Linkliste zu Blogs

Ausführliche Linkliste zu Blogs im Bildungsbereich von Miriam Fischer, netzlernen.ch.

Webcast about Weblogs in Education

Peter Meurer vom E-Learnung Center (ELC) der Universität Zürich präsentiert im Webcast die Vorteile von Weblogs in Education.

Quelle: www.petersheim.de

Definition zu Mobile Learning

Definition zu Mobile Learning

Mobiles Lernen mit Laptop, PDA, Handy wird von der National Learning Infrastructiure Initiative NLII definiert:

"Mobile learning is enabled by the use of portable computing devices, such as PDAs, palmtops, smartphones, and tablet PCs, communicating over wireless networks. Rapid innovation in hardware and software combined with widespread adoption of these technologies in higher education is changing the ecologies in which we teach, learn, and live. The use of computing in teaching and learning is being extended to spaces beyond the traditional classroom, and, within the classroom, teachers and learners are gaining increased flexibility and new opportunities for interaction"

Quelle: netzlernen.ch

Blog-Ideen für die PHR

Blog-Ideen für die PHR

StudentInnen-Moblogs
- Kategorien vorgeben: z.B. ICT, BSK, Didaktik, Berufspraxis, Privat...
- Es müssen öffentliche und private Bereiche möglich sein (bei KAYWA in wenigen Wochen möglich)

DozentInnen-Moblogs
- analog StudentInnen-Moblog

Studienbereichs-Moblog
- eventuell mit zusätzlich statischen Seiten für Veranstaltungshinweise

Wichtig:
- Wir benötigen Privatbereiche und öffentliche Bereiche
- Wir benötigen Aggregatoren, mit denen wir Blogs herausfiltern können

Blog-Ideen für die Volksschule

Blog-Ideen für die Volksschule

- Nach Möglichkeit einen Moblog, da mit dem Handy bereits alle notwendigen multimedialen Möglicxhkeiten integriert sind (Text, Foto, Audio, Film)
- vgl. Mobilelearning-Projekt MOOP in Finnland
- Moblog als ICT-Portfolio
- Blog-Walks durchführen
- Baum-Herbarium erstellen
- Live-Reporter zu einem bestimmten Thema ("Ein Tag im Leben von...")
- Bloggen zum "Wort der Woche"
- Audio-Blogs (Fremdsprachen lernen; vgl. www.Schweizerdeutsch.ch)

Konzepte
- Selbständiger Lerner
- Lernen durch Beobachtung

Wie ins Bloggen einführen?

Wie ins Bloggen einführen?

- Ziel des Bloggens: Hinführen zum "Selbständigen Lernen" unterstützt mit neuen Medien; Kommunikationsnetzwerk aufbauen
- Grundlegenden Funktionen eines Blogs erläutern (z.B. Anatomy of a blog)
- Software zur Visualisierung von mobilen Weblogs (Moblogs)
- Assessment: Lerntyp vor und nach der Blogphase abklären
- Blog-Walk veranstalten (z.B. Stadt-Blog-Walk, Wald-Blog-Walk, ...)
- Es müssen am Anfang verbindliche Blog-Aufträge erteilt werden ("Jeder verfasst mind. je 5 Blogeinträge & Kommentare pro Woche")!

Was ist ein Moblog?

Was ist ein Moblog?

Moblogs (von Mobile und Blog) ermöglichen das Publizieren von Fotos direkt vom Handy ins Internet. Interessant wird diese Möglichkeit, wenn es darum geht, Situationen festzuhalten und zu dokumentieren. Moblogs lassen sich aber selbstverständlich auch mit dem Computer bearbeiten. Blogs können gleichzeitig auch Moblogs sein.
Gruppen können mobil, schnell und ohne komplexe Ausrüstung fast schon synchron kommunizieren. Ein Szenario für die Projektwoche mit einem Moblog wäre denkbar, wenn alle gleichzeitig an verschiedenen Orten unterwegs sind und kommunizieren müssen. Aber auch für das Lernen von Sprachen ist der Blog auf dem Handy durchaus spannend. So können etwa Vokabel-Gruppen unterwegs online gelernt oder eigene Blogeinträge zu syntaktischen Satzstrukturen repetiert werden. Eventdaten oder Wegbeschreibungen sind unterwegs schnell auf dem Handy heruntergeladen. Viele Anwendungen sind denkbar.

Anbieter
Der Schweizer Weblog-Anbieter KAYWA z. B. bietet Blogs und MoBlogging auf dem Handy. Ein weitere Anbieter für ähnliche Moblog-Services sind moday.at oder Nokia Lifeblog.

Quelle: educa-Dossier

Welche Arten von Weblogs gibt es?

[Reto Eugster] Welche Arten von Weblogs gibt es?
"Es gibt verschiedene Versuche, Weblog-Arten zu bestimmen. Beispielsweise macht Stefan Bucher in seiner Weblog-FAQ den Vorschlag, Erzähl-Weblogs, Fach-Weblogs, Moblogs, Photoblogs und Corporate-/Business-Weblogs zu unterscheiden. Jan Schmidt schlägt unter anderem vor, bei politischen Blog-Publikationen versuchsweise zwischen parteipolitischen und zivilgesellschaftlichen Weblogs zu unterscheiden. Bekannt geworden sind in diesem Zusammenhang auch Arbeiten von Oliver Wrede, z. B. Weblogs und Diskurs (2003). All diese Systeme bringen Vor- und Nachteile mit sich. In unserer wissenschaftlichen Arbeit unterscheiden wir Weblogs nicht bloss nach den Themen, die sie bedienen. Wir verorten sie in den Dimensionen Textart, Thematizität, Funktion.

Textart
Hier geht es um die Bestimmung der Textsorte. Beispielsweise können narrative Stile von wissenschaftlichen unterschieden werden. Auch bestimte journalistische Genres können unter dieser Rubrik eine Rolle spielen.

Thematizität
Welche Themenformation wird mit einem Weblog bedient? Wie eng oder wie lose ist die Bindung an eine thematische Schwerpunktsetzung?

Funktion
Hier nun steht die Funktion des Weblogs im Vordergrund. Was will das Weblog (im engeren oder weiteren Sinn) bewirken: unterhalten, mobilisieren, Partizipationschancen steigern usw.

Um sich dem Phänomen des Bloggens wissenschaftlich zu nähern, ist man auf Versuche der begrifflichen Konkretisierung angewiesen, obwohl die Nachteile dieser Vorgehensweisen ebenfalls auf der Hand liegen. Und soviel ist klar. Auch das skizzierte System kann nicht mehr sein als ein Vorschlag: ablehnungswürdig"

Quelle: Medienpraxis.ch>.

Lernportfolios und Weblogs

[Reto Eugster] Lernportfolios und Weblogs
"Prüfungen können als Zäsur angelegt sein, als Stichtagveranstaltung. Ein solches Vorgehen hat den grundsätzlichen Nachteil, dass Lernprozesse höchstens umständlich bewertbar sind. Ganz anders wird beim Lernportfoliomodell vorgegangen. Die Studierenden erbringen Leistungen im Hinblick auf ein individuelles, von ihnen mitgestaltetes Lernportfolio. Wesentlich beim Portfoliomodell ist, dass nun mittel- und längerfristige Lernprozesse in den Blick kommen. Immer dann, wenn es weniger um die Wiedergabe von bestimmten Inhalten, als um Lernen als Prozess geht, spricht einiges für das Portfolio-Modell. Bislang wurde an der FHS St. Gallen, Fachbereich Soziale Arbeit, mit einem Lerntagebuchsystem in diese Richtung gearbeitet. Ab Herbst 2004 sollen neu Weblog-Systeme zum Einsatz kommen. Für die Weblogs spricht, dass die Leistungen der Studierenden nun verstärkt Resonanz erzeugen können. Mehr noch: Die Beiträge der Studierenden müssen neu daraufhin angelegt werden, resonanzfähig zu sein und Anschlussfähigkeit zu erzeugen. Studierende reagieren auf Studierende, es entstehen Studierenden-Communities, wodurch informale und formale Lernaspekte ineinander greifen. Erste Erfahrungen? Wir werden darüber berichten."

Quelle: Medienpraxis.ch
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