Heute bloggen, morgen bereuen

Besonders in den USA, aber auch in Deutschland boomen Blogs. Doch sein Leben in Online-Tagebüchern vor der Öffentlichkeit auszubreiten, kann negative Folgen haben.

Quelle: Stern, Artikel vom 26. Juni 2005

Negative Folgen wie im Artikel "Heute bloggen, morgen bereuen" beschrieben, können immer dann eintreten, wenn jemand seine Meinung öffentlich macht; dies ist nichts Neues!

Moblogging. Bloggen von unterwegs

Seine alltäglichen Erlebnisse per Internet-Tagebuch der Welt zugänglich zu machen - das ist Blogging. Moblogging ist der nächste Schritt: die Ereignisse beschreiben, wenn sie gerade passiert sind, von überall, von unterwegs.

Quelle: Stern, Artikel vom 25. Mai 2005

Google knöpft sich den Mond vor

Den Suchmaschinenbetreiber Google ziehts in neue Gefilde: Nach dem das Unternehmen mit Google Earth einen Online-Kartendienst für die Erde auf die Beine gestellt hat, nimmt es sich jetzt den Mond vor.
Am 20. Juli 1969 setzte der erste Mensch seinen Fuss auf den Mond. Zur Feier dieses Anlasses hat Google eine Mond-Variante seines Online-Kartendienstes Google Earth ins Netz gestellt. Google Moon wurde laut dem Suchmaschinenbetreiber in nur einer Woche in Zusammenarbeit mit der NASA erstellt. Dadurch ist das Kartenmaterial noch stark begrenzt. So fehlen etwa die 22 Mondmeere. Zudem wurden nur die Apollo-Landungen berücksichtigt. Auch einen kleinen Scherz konnten sich die Google-Mitarbeiter nicht verkneifen. Wer ganz nahe an die Oberfläche heranzoomt, findet endlich heraus, was die Astronauten wirklich auf dem Mond gesehen haben… (sz)

Quelle: PCTipp vom 20.7.2005

Bloggen + Video = Vloggen

[Andrea Back] Es war unvermeidlich: Blogger, die bisher unermüdlich über alles und jeden schrieben, von Politik bis zu Anleitungen, wie man ein Ei auf einem heissen Gehweg brät, entdecken dank des neuesten Webtrends für ihre Kommentare, Ratschläge und Zufallsexperimente eine neue Plattform: Video Bloggen ist angesagt.
Video Blogs - auch bekannt unter ihrer kürzeren, etwas schwerfälligen Bezeichnung "Vlogs" - sind Blogs, die sich vorwiegend durch Kurzvideos anstelle von Text auszeichnen. Obwohl sich einige schon seit mehreren Jahren mit dieser Art der Mediennutzung auseinandersetzen, hat sich erst in diesem Jahr eine echte, wenn auch noch recht kleine Vlogger Community herausgebildet.
Viele der Vlogs haben derzeit noch etwas experimentelles, selbstgemachtes an sich, fangen Momente des Alltags ein oder zeigen Kochlektionen, Kurzbeiträge zu lokalen Festivals und Familienveranstaltungen. Einer der bekanntesten Video Blogs ist Rocketboom, wo ein recht unerschrockenes, fast respektloses tägliches Nachrichtenprogramm zusammengestellt wird. In der Schweiz bedient sich der Ostschweizer "TV-Rebell" dieses Mediums und ist seit kurzem auch "field correspondent" von Rocketboom. Auch einige US-amerikanische Politiker nutzen das Video Bloggen, wie der Senator von North Carolina, John Edwards, oder der Bostoner Stadtabgeordnete John Tobin.
Die Pioniere dieses Trends betonen den altbekannten Vorteil, selbst publizieren und damit den Inhalt bestimmen zu können - so würden auch Randthemen, die von den Massenmedien mangels ausreichender Ertragsaussichten vernachlässigt werden, eine grössere Verbreitung erfahren.
Nachteil hingegen ist der doch um einiges höhere Zeitaufwand im Vergleich zum "traditionellen" Bloggen. Zwei bis drei Stunden sind Minimum für einen Beitrag mit einer gewissen Qualität - eine Ewigkeit im Vergleich zu den wenigen Minuten, die das Setzen einiger Links und das Schreiben eines kurzen Kommentars dauert.
Ob sich über die Spielwiese hinaus Anwendungen für Unternehmen entwickeln lassen, ist fraglich und dürfte als weiterer Apekt in der Diskussion um die Tauglichkeit der informellen Mediennutzung als erfolgreiches Geschäftsmodell Beachtung finden. (Quelle: Eigene Meldung, http://www.wired.com)

aus: Newsletter E-Learning 6/2005, 5. Jahrgang.

Schule und Computer in der Lenzerheide

Besuch im Sommerlager der Schulgemeinde Rapperswil in der Lenzerheide. Dort leiten vier PHR-Studierende zusammen mit 2 Co-Leitern gemeinsam das freiwillige Sommerlager der Schulgemeinden Rapperswil-Jona. Die beiden Studenten Stefan Peter und Urs Schoch führen hier das selbstverantwortete Modul vom Vertiefungsstudium "Schule und Computer" durch. Ziel ist es, mit den Schüler/innen eine Lager-CD zu erstellen, die anschliessend als Erinnerung an alle Teilnehmende verteilt wird.

D-Ort ergänzt Goolge-Kartenprogramm um Schweizer Orte

Ab sofort ist eine kostenlose, deutschsprachige Erweiterung für das Kartenprogramm Google Earth verfügbar. D-Ort erweitert die Software um zahlreiche Orte aus der Schweiz, Deutschland und Österreich.
http://www.pctipp.ch/library/actions/go.asp?id=30711

IBH "Gross"-Projekt eLearning/TeleTeaching

Sitzung der IBH-Mitgliedschulen vom 13.7.2005 in Buchs, NTB:
- FH Furtwangen (Dr. Thomas Jechle)
- PH Rorschach (Martin Hofmann)
- FH Winterthur (Andreas König)
- FH Ravensburg-Weingarten (Dr. Michael Pfeffer; Dr. Ing. Wolfgang Engelhardt)
- FH Albstadt Sigmaringen
- Uni Konstanz
- FH Vorarlberg (Dr. Horst O. Mayer)
- PH Weingarten
- NTB (Dr.-Ing. Claus P. Keferstein)

Ziele der IBH
Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Bodenseeregion zwischen mehereren Hochschulen (Lehre) und mehreren Unternehmen (F&E) aus mehreren Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz).

Historie IBH 2004/05
In der Vergangenheit wurden "viele, kleinere" Projekte gefördert, z.B. Entwicklung Master-Studiengänge, F&E zu Einzelthemen, uvm. In der Regel mit wenigen Partnern zur Erreichung konkreter Einzelziele.

Vorgaben der IBH 2006/2007
Die IBH will in Zukunft mehr Zusammenarbeit / Netzwerkgedanke "Bodensee" fördern:
kein Giesskannenprinzip
Die IBH will drei in sich geschlossene so genannte "Grossprojekte" zu folgenden Themen unterstützen:
- E-Learning / Teleteaching
- Mikro- / Nanotechnologie
- Medizintechnik und Life Science Technologies

Organisatorische Rahmenbedingungen
Anträge an IBH und gleichzeitig an Interreg III-A
Eingabefrist: 31. Juli 2005
Laufzeit: 2 Jahre (2006/2007)
Finanzierung: Summe für drei Grossprojekte ca. EURO 270'000.-/pro Jahr (IBH 150'000.-; Interreg III-A: 120'000.-)
pro Projekt ca. EURO 90'000.-

Vorschlag Projektantrag
Projekttitel: IBH E-Learning Netzwerk (mit Pilotprojekten)
Es werden 4x 1/2 Stellen à EURO 30'000.- geschaffen für:
a) Koordination (Allgemeine Organisation, Erfassung vorhandener Infrastruktur, Workshops zum Informationsaustausch, Koordination von Teilprojekten, Betrieb einer Kommunikationsplattform (z.B. http://www.e-teaching.org)
b) Didaktik (PH Weingarten mit Leadfunktion, PH Rorschach & PH Vorarlberg als Kooperationspartner mit je EURO 5'000.-)
c) Technik
d) Umsetzung (Pilotprojekte à je EURO 10'000.-: E-Praktikum/Lab; Plattformen/Blended Learning; TeleTeaching/Medienserver)
Für Spesen sollen EURO 10'000.- und für Hardware/Software/Tool-Gebüren EURO 20'000.- zur Verfügung stehen.

Mein Fazit
Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Bodenseeregion ist nach wie vor stark geprägt von den Einzelinteressen der Mitgliedhochschulen. Ein gemeinsames Content-Projekt zu realisiseren, scheitert anscheinend an den unterschiedlichen Interessen/Ausrichtungen von Pädagogischen Hochschulen, Fachhochschulen und Universitäten. Die Sitzung hat auch gezeigt, dass dieses Projekt den Namen "Grossprojekt" nicht verdient; zumal für ein grösseres Content-Projekt viel mehr Mittel zur Verfügung stehen müssten (z.B. EUKOM: European Training for Coordinate Metrology: Förderbeitrag: CHF 670'000.-). Aus diesem Grund hat man sich für ein gemeinsames Struktur-Projekt entschieden, welches zum Ziel hat den Netzwerkgedanken zu stärken. Zudem hatte ich den Eindruck, dass einzelne Hochschulen bereits im Vorfeld sogenannte "Päckli" für ihr Pilotprojekt vereinbart hatten. Für ein eigenes Pilotprojekt müssten einerseits mehr Mittel zur Verfügung stehen und andererseits bereits vorher Kooperationspartner gefunden werden.
Der Mehrwert für die PHR in diesem Projekt besteht darin, dass sie aktives Mitglied dieses neuen "E-Learning-Netzwerks" ist und zugleich als Anbieterin von Didaktik-Knowhow die Zusammenarbeit mit der PH Weingarten und PH Vorarlberg stärken kann; das Netzwerk würde geknüpft.

Prof. Dr. Horst o. Mayer (FH Vorarlberg)

horst.o.mayer@fh-voralrberg.ac.at

Die Fachhochschule Vorarlberg startet in Kooperation mit der Telekomm Austria und einer anderen Hochschule ein MobileLearning-Projekt. Erste Pilotversuche mit Mobile wurden bereits letztes Jahr gemacht (Abrufen von Studenplan, Raumreservation etc.). Das neue Projekt ist allerdings stark technisch ausgerichtet; es soll gemäss Horst Mayer "erforscht" werden, wie Webseiten für Handy-Bildschirme optimal programmiert und aufgebaut sein müssten bzw. wie das Handy der Zukunft sein müsste. Diese Erkenntnisse sind m.E. bereits vorhanden.

Ein Austausch der Ergebnisse wird sich sicherlich lohnen. Die Fachhochschule Vorarlberg könnte z.B. für den geplanten Kongress "MobileLearning" eingeladen werden.

eTeaching im Unterricht

[Moser] eTeaching ist ein Unterricht, in welchem elektronische Mittel selbstverständlich mit zum didaktischen Repertoire der Lehrkräfte gehören, wird zur allgegenwärtigen Perspektive der Schule im Informationszeitalter. Gleichzeitig fühlen sich jedoch viele Lehrer/innen bei dieser Aufgabe überfordert, da eTeaching und eLearning für sie einen zweifachen Paradigmenwechsel bedeuten.

aus: Moser (2005): Wege aus der Technikfalle, S.172.

Homage an eine grossartige Lehrerin

Homage an eine grossartige Lehrerin.
Meine Mutter nimmt Abschied vom Berufsleben als Lehrerin

Für Elisabeth Menzi trifft es ganz besonders zu: Sie hatte ein grosses Herz und viel Liebe für alle, die mit ihr zu tun hatten. Für die Kinder in erster Linie, aber auch die Kolleginnen und Kollegen und die Behörden. Elisabeth Menzi kam 1979 nach Rorschach und übernahm eine Einführungsklasse im Bedaschulhaus. In ihrer Bewerbung schrieb sie: «...lassen Sie mich vor diesem Gremium persönlich auftreten. Geben Sie mir eine Chance in einer Lektion mit einer Problemklasse.» Elisabeth Menzi gelangte 1977 auf dem Weg über die Erwachsenen-Matura zum Lehrerpatent. Sie begegnete einem mutigen Schulrat, welcher sich von ihren Qualitäten überzeugen liess. Der Mut hat sich gelohnt. Einige Jahre später bildete sich Elisabeth Menzi im kantonalen Kurs für Sonderklassenlehrer weiter und war hierauf wählbar als Lehrerin für Sonderklassen. All die Jahre arbeitete sie mit Hingabe, Engagement und Liebe, um auf diese Weise vielen Kindern den Schuleinstieg zu erleichtern. Dass es die Kinder in der Klasse von Elisabeth Menzi gut hatten, war nicht schwer herauszufinden: Was vor 25 Jahren schriftlich festgehalten wurde, stimmte bis zum Schluss: «Im Schulzimmer von Frau Menzi strahlt einem beinahe lauter Freude entgegen: Freude der Schüler an ihrer Lehrerin, Freude der Lehrerin an ihren Schülern.» Eine schmerzhafte Krankheit begleitete sie die letzten Jahre und ist nun der Grund für den Übertritt in den Ruhestand.

Artikel im Tagblatt
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