Impuls: Der «Weblog» zum Unterricht?

Aus dem Weiterbildungsangebot der Zürcher Hochschule Winterthur (ZHW):

IL 061 Impuls: Der «Weblog» zum Unterricht?

ZIEL
Elektronische Hilfsmittel sind aus dem Hochschulunterricht nicht mehr
wegzudenken, doch werden didaktische Überlegungen bei ihrer
Auswahl oft etwas vernachlässigt. Aufgrund von Zeitdruck, Verfügbarkeit und eigener (Un-)Kenntnisse entscheidet man sich schnell für etwas Bekanntes, ohne sich über allfällige Alternativen zu informieren. Eine Alternative zur eigenen Homepage oder zum Public-Ordner könnte der Einsatz eines «Weblogs» sein. «Weblogs» sind Websites, die Beiträge (in umgekehrter Reihenfolge) chronologisch auflisten und gewöhnlich eine Kommentarfunktion bereitstellen, mit der die Einträge kommentiert werden können.
Aus technischer Sicht sind «Weblogs» einfache Content-Management-
Systeme, die es – auch technisch wenig versierten computernutzerInnen – ermöglichen, Informationen (Texte, Bilder etc.) mit geringem Aufwand zu publizieren und für andere nutzbar zu machen.
Aufgrund ihrer einfachen und unmittelbaren Benutzbarkeit
lassen sich «Weblogs» gut im und für den Hochschulunterricht einsetzen (als Protokollmedium, für den Dokumentenaustausch, für
Studentenfeedbacks etc.), doch gilt es für den gewinnbringenden
Einsatz eines «Weblogs» einiges zu beachten.
In der Veranstaltung soll – basierend auf Erfahrungen aus dem
Unterricht und auf Studierendenfeedbacks – der unterrichtsbegleitende
Einsatz eines «Weblogs» vorgestellt und kritisch beleuchtet
werden. Ausserdem sollen ausgehend von den Vor- und Nachteilen
von «Weblogs» sinnvolle Einsatzszenarien für einen «Weblog» entwickelt und allfällige Alternativen diskutiert werden.

INHALT
- Was ist ein «Weblog»? (Funktionalitäten, Benutzung etc.)
- Vor- und Nachteile von «Weblogs»
- «Der Weblog zum Unterricht»: mögliche Einsatzszenarien
- Alternative Tools (z.B. Wikis)
- Auswirkungen auf die Semestergestaltung und die
Prüfungsmodalitäten

DOZENTINNEN
Dr. des. Christa Stocker, Dozentin für Sprachliche Kommunikation
und Kultur, Institut für Sprache in Beruf und Bildung isbb, Zürcher
Hochschule Winterthur

DATUM
Mittwoch, 18. Januar 2006, 18.00 – 20.00 Uhr

ORT
Zürcher Hochschule Winterthur

KOSTEN
Für Mitarbeitende der ZHW kostenlos. Externe Teilnehmende: CHF 30

ANMELDESCHLUSS
16. Dezember 2005

GMW-Tagung 06 in Zürich

E-LEARNING - ALLTAGSTAUGLICHE INNOVATION?
11. Europäische Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft
19. bis 22. September 2006, Zürich


An der GMW-Tagung 06 werden folgende drei Themenschwerpunkte diskutiert:

1. Reformen, Strategien, Konzepte: Welche Rahmenbedingungen, Konzepte und Prozesse unterstuetzen eine innovationsfreudige Kultur in Didaktik, E-Learning und Hochschulorganisation?

2. Innovationen im Alltag: Welche augenfälligen, «grossen» Innovationen und welche «kleinen», unauffälligeren, im Alltag ohne viel Aufwand einsetzbare Bildungstechnologien beeinflussen die Lehrentwicklung.

3. Qualitätsaspekte: Welchen Beitrag leisten didaktische, technische und organisatorische Innovationen zur Qualitätsentwicklung in der Lehre?


MEDIDA-PRIX 2006 AN DER GMW06 IN ZUERICH
Anlässlich der GMW-Tagung wird der Hochschulpreis MEDIDA-PRIX vergeben, in den zwei Kategorien “Digitale Medien in der Hochschullehre" und “Hochschulentwicklung mit digitalen Medien". Die Preise sind mit insgesamt ¤ 100.000.- dotiert. Eingaberichtlinien und Auswahlkriterien finden Sie zu gegebener Zeit unter www.medidaprix.de

Quelle: eLearningNews 2005/12/23 von Edutech, FNL und ZHW.

Manfred Spitzer: Vorsicht Bildschirm!


Manfred Spitzer stellt sich mit seinem neuesten Buch «Vorsicht Bildschirm! Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft.» Ernst Klett Verlag. Stuttgart 2005 in die Reihe von Kulturkritikern der elektronischen Medien wie etwa Hartmut von Hentig, Mary Winn, Wolfgang Glogauer oder auch Neil Postman.

Bildschirm-Medien gibt es seit einem halben Jahrhundert, aber erst seit viel kürzerer Zeit machen sie einen wesentlichen Teil unseres Lebens und unserer Erfahrung aus. In 98% aller deutschen Haushalte findet sich heute (mindestens) ein Fernsehgerät. Hinzu kommen Computer, Videorekorder und Videospiel sowie Gameboy und Farbbildschirm-Handy. In den USA verbringen Schüler mehr Zeit vor dem Fernseher als mit irgendeiner anderen Tätigkeit - ausser schlafen. Wenn wir die Entwicklung in Deutschland so weiter laufen lassen wie bisher, dann verursachen Bildschirme im Jahr 2020 - vorsichtig aus den bekannten Daten berechnet - jährlich etwa 40'000 zusätzliche und vermeidbare Tote aufgrund von Herzinfarkten, Zuckerkrankheit und Schlaganfällen sowie Lungenkrebs. Hinzu kommen mehrere zehntausend zusätzliche Fälle von Schulproblemen in Form von Aufmerksamkeits- und Lesestörungen und eine nur schwer abschätzbare Menge an zusätzlicher verbaler und handgreiflicher Gewalt. Wären Bildschirme nie erfunden worden, dann gäbe es allein in den USA jährlich etwa 10‘000 Morde und 70‘000 Vergewaltigungen weniger sowie 700‘000 weniger Gewaltdelikte gegen Personen – schätzt ein amerikanischer Forscher.
(Textauszug aus dem Klappentext).

Nachdem ich in den Herbstferien das Buch «Vorsicht Bildschirm!» mit Interesse, aber grosser Skepsis, zu lesen begann - ich habe es aber noch nicht zu Ende gelesen - entdeckte ich nun in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Computer + Unterricht 60/2005, S. 61 eine Rezension von Stefan Aufenanger, die ich Punkt für Punkt teile und nicht besser formulieren könnte:

Vorsicht Spitzer! Rezension von Stefan Aufenanger:
Was ist die Botschaft des Buches bzw. warum warnt der Autor vor den genannten Medien? "Weil Bildschirme krank machen, weil sie sich auf die Leistungen in der Schule ungünstig auswirken und weil sie zu vermehrter Gewaltbereitschaft führen" (S. 12). Oder knapper ausgedrückt: Fernsehen macht dick, dumm und gewalttätig! Diese drei Themengebiete werden in dem Buch ausführlich behandelt, wobei der Autor auf zwei Dinge Wert legt: auf den Zusammenhang von Mediennutzung und Gehirnentwicklung sowie auf eine auf empirische Studien basierenden Argumentation. Und genau diese beiden Punkte machen es notwendig, sich mit dem Buch auseinander zu setzen. (...) Ob die auf den Neurowissenschaften aufbauende Argumentation zutreffend ist, soll hier nicht entschieden werden, denn dies bedarf einer intensiven Auseinandersetzung mit den Methoden und Verallgemeinerungen. (...) Doch der Fachmann kann erkennen, dass die Auswahl dieser Studien genau der ideologischen Argumentationslinie des Autors folgt. Jene Studien, die keinen oder auch nur schwachen Zusammenhang zwischen Mediennutzung und etwa Gewaltbereitschaft aufzeigen, werden nicht erwähnt. (...) Eine differenzierte Sichtweise ist also notwendig. Genau dies ist aber in dem Buch von Spitzer nicht zu finden. (...) Lohnt es sich also das Buch zu lesen? Sicher ja, wenn man die Argumentation der Gegner der Bildschirmmedien kennen lernen will. Um sich selbst ein sachlich fundiertes Urteil bilden zu können, sicherlich nein, denn dazu hat der Autor viel zu sehr seine subjektive Sichtweise in den Vordergrund gestellt. Da sollte man doch lieber die Originalliteratur lesen.

Ein Notebook für Afrika

OLPC

Please note that the $100 laptops—not yet in production—will not be available for sale. The laptops will only be distributed to schools directly through large government initiatives.
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Die geniale Idee - welche hoffentlich mithelfen kann, den "Social Gap" teilweise zu überwinden - wurde erstmals am World Economic Forum in Davos (Switzerland) im Januar 2005 vorgestellt. Die ersten $100 Notebooks sollen Ende 2006 / Anfang 2007 herauskommen. Die Produktion durch Quanta Computer Inc. of Taiwan wird allerdings erst dann beginnen, wenn rund 5-10 Millionen $100 Notebooks von den Regierungen China, India, Brazil, Argentina, Egypt, Nigeria, Thailand... im Voraus bestellt und bezahlt wurden. Parallel zum $100 Notebook soll eine kommerzielle Version für Nationen wie die Schweiz entwickelt werden - darauf bin ich natürlich sehr gespannt!
Nur zu gerne würde ich meinen Studentinnen und Studenten an der Pädagogischen Hochschule Rorschach (PHR) ein $100 Notebook als innovative Zukunftsentwicklung demonstrieren. Was wir zukünftig für den Bildungsbereich brauchen, sind neue Ideen und Konzepte im Hardware- und Softwarebereich und nicht jedes Jahr noch mehr Bites und Bytes! «Ein Notebook für Afrika» wäre m.E. auch bei uns eine sinnvolle Alternative zu den unzähligen Kinder-Notebooks, welche derzeit im Handel besonders jetzt in der Weihnachtszeit angeboten werden. Neben dem sehr kindgerechten farbigen Design gefällt mir vor allem die Handkurbel, die Strom für den Betrieb liefern soll. Ideal für den Schulgebrauch ist auch die Möglichkeit das Notebook zusammen zu klappen - das $100 Notebook ausgestattet mit Tablet-PC-Funktionalität wäre mein Wunsch-Notebook für den Bildungsbereich. Ach ja, natürlich müsste mein Wunsch-Notebook auch in ganz vielen Farben erhältlich sein. Weitere Informationen sowie zahlreiche Fotos zu «Ein Notebook für Afrika» finden sich auf der Website des MIT Media Lab: $100 Laptop.


Nicolas Negroponte, Guru der digitalen Welt, Gründer und Direktor des Media Lab am renommierten Massachussets Institute of Technology (MIT), hat ein 100-Dollar-Notebook entwickelt. Der Rechner ist Teil seines Projekts «One Laptop Per Child» (OLPC) (Ein Notebook für jedes Kind). Erklärtes Ziel war dabei von anfang an, mit Hilfe neuer Techniken und Open-Source-Programme ein möglichst günstiges und robustes Gerät zu entwickeln. Negroponte wollte dabei die Dritte Welt nicht in eine neue Abhängigkeit von westlichen Konzernen treiben und schlug sogar eine Offerte von Steve Jobs aus: Der bot an, Apple könne ein robustes Betriebssystem für das Billignotebook entwickeln. Weil das nicht Open Source gewesen wäre, nahm Negroponte diese Offerte ebenso wenig an wie andere angebotene Industrieprogramme. Auch die Hardware des Geräts steckt voller Innvovationen. So hat OLPC ein neuartiges Display entwickelt, das sich viel billiger produzieren lässt als ein normales Notebookdisplay. Der Computer ist zudem mit einer Handkurbel ausgestattet: Eine Minute Kurbeln verschafft ihm Strom für zehn Minuten Betrieb. Das Geräte kommt mit wenig Energie aus, denn es hat weder Festplatte noch CD-Laufwerk. Alle nötigen Daten speichert es wie eine Digitalkamera auf einem Flash-Speicher. Im Klassenzimmer nimmt es drahtlos per WLAN Kontakt mit dem Internet oder dem Zimmerserver auf.

Quelle: anthrazit. dezember 2005 / januar 2006.

SMS macht doof - oder auch nicht

Die Website der Schule für angewandte Linguistik (SAL) bietet interessante Einblicke in die Deutsche Sprache. Die Eingabe des Suchbegriffs "SMS" ergab Treffer zu folgenden Themen: Forschung, Helvetismen, Mundart, Parlando:

Die meisten Erwachsenen verstehen nur Bahnhof, wenn sie die SMS lesen, die sich Jugendliche schicken. Die Texte wimmeln von Abkürzungen, Schweizerdeutsch und Englisch werden munter gemixt und dazwischen hat es auch noch kryptische Symbole. Deshalb werden immer wieder Befürchtungen laut, dass Simsen die Sprache zerstört - SMS soll doof machen. Dass dem nicht so ist, haben Experten der Schule für angewandte Linguistik (SAL) an einer Fachtagung im Zürcher Kongresshaus festgestellt: An der Tagung unter dem Titel «Affengeil und megakrass» ging es um die Frage, wie die Jugendlichen reden und schreiben. Eine interessante Feststellung: Schweizer Jugendliche schreiben per SMS sehr viel häufiger Mundart als Jugendliche in Deutschland und Österreich. Eine zweite: Dank SMS schreiben die Kids viel mehr als früher. Und das ist alles andere als doof.

Quelle: anthrazit. dezember 2005 / januar 2006.

Portal PHRBLOG. das Weblog-Portal der PHR ist online!

Portal PHRBLOG. das Weblog-Portal der PHR

Der Einstieg in das Portal PHRBLOG. das Weblog-Portal der PHR erfolgt über die URL http://ping.phrblog.kaywa.ch .

Aktuell finden sich dort alle Informationen, Links sowie die jeweils vier neuesten Feeds (++ NEUESTE BEITRÄGE) der Studierenden-Blogs zur Vorstudie zum Forschungsprojekt: Portfolioarbeit mit einem mobilen ePortfolio-Blog (mPortfolio) mit Studierenden der Pädagogischen Hochschule Rorschach.

Weitere Informationen finden sich auch auf dem Metablog «mPortfolio», der eine Beschreibung sowie künftig Resultate umfasst.

Das Portal PHRBLOG soll künftig auch für weitere Blog-Projekte der PHR als Schaufenster dienen.

security4kids. Online-Sicherheit für Kinder und Jugendliche

Zusammen mit Partnern wie Credit Suisse und Symantec hat Microsoft eine neue Website aufgeschaltet, die Schülern den «sicheren Umgang mit dem Internet» lehren soll.

Laut Microsoft umfasst www.security4kids.ch nach Altersgruppen abgestufte Lehrgänge sowie zusätzliche Informationsangebote für Eltern und Lehrpersonen. Hauptbestandteil sind zwei interaktive Online-Geschichten für 7- bis 10-jährige bzw. 11- bis 15-jährige Schüler. Sie informieren Kinder über die Bedrohungen im Internet. Im Bereich für Eltern und Lehrpersonen finden sich Hintergrundinformationen zu den Online-Geschichten sowie weiterführende Links und Adressen.

Quelle: PCtipp vom 19. Dezember 2005.

Geschichte des Schweizer Radios

Radio DRS hat ein Online-Lexikon zur Radiogeschichte der Schweiz gestartet. Gestaltet ist es ganz im Stil der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia – jeder darf mitschreiben.

Mit DRSWiki will das Radio DRS nach eigenen Angaben «die Radiogeschichte der Schweiz neu schreiben». Ziel sei es, eine freie Wissensdatenbank über das Radio in der Schweiz, seine Sendungen, seine Geschichte und die Technik aufzubauen. Gestaltet ist DRSWiki nach dem Vorbild der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia: Jeder darf Artikel eröffnen und bearbeiten. Einzige Regel: Es darf kein geistiges Eigentum verletzt werden.

Quelle: PCtipp vom 19. Dezember 2005.

Mein neuer Tablet PC

Fw: Neuer Tablet PC

SBBs MobileTicket - Erfahrungsbericht I


MobileTicket der SBB direkt als MMS aufs Mobiltelefon senden lassen!

Heute habe ich mein erstes MobileTicket bei den SBB gekauft. Hierfür musste folgendes Prozedere erledigt werden:

Schritt 1 erfordert eine Registrierung beim SBB TicketShop.
Schritt 2 benötigt ein Testbillett, welches erfolgreich auf dem eigenen Mobiltelefon empfangen und bestätigt werden muss.
Schritt 3 erfordert dann den Kauf eines MobileTicket über den Rail Service 0900 300 300 (CHF 1.19/Min.).
Schritt 4 schickt das SBB MobileTicket schliesslich als MMS aufs Mobiltelefon.

Meine ersten Erfahrungen / ersten Eindrücke
Nachdem ich alle Vorbereitungen (Schritt 1-2) bereits Zuhause am Computer erledigte, versuchte ich heute Morgen auf dem Weg zum Bahnhof mein erstes MobileTicket bei den SBB zu bestellen. Zuerst wählte ich mit meinem Mobiltelefon die kostenpflichtige Nummer 0900 300 300 (CHF 1.19/Min.). Anschliessend musste ich natürlich noch die Taste 1 für Deutsch wählen. Und nun wurde ich mit einer freundlichen weiblichen Stimme vom SBB Rail Service verbunden. Ich teilte der freundlichen Stimme freundlich mit, dass ich jetzt zum ersten Mal ein MobileTicket kaufen wolle. Anscheinend kompetent instruiert, wurde ich umgehend nach meinen Personalien (Name, Adresse, Geburtsdatum) gefragt. Ich wunderte mich etwas darüber, da ich genau diese Daten bereits bei der Registrierung eingeben musste. Dann fragte mich die freundliche Stimme weiter nach den Angaben fürs Bahnbillett (Abfahrts- und Ankunftsbahnhof, Abonnemente, Klasse) - "Bitte 1. Klasse mit Halbtax von Goldach nach Zürich retour", war darauf meine freudige Antwort.
"Oooh, das geht aber leider nicht!", tönte es nach wie vor freundlich aus meinem Mobiltelefon. Anscheinend hatte ich bei den Angebotsbedingungen übersehen, dass das MobileTicket vorerst nur an 40 Orten in der Schweiz erhältlich ist. Schade, so konnte ich also lediglich ein MobileTicket ab Hauptbahnhof St. Gallen nach Zürich retour kaufen. Nun wurde ich weiter gefragt, welche Kreditkartenart (Visa, MasterCard, ...) ich zum Zahlen benutzen wolle und wie die entsprechende Kreditkartennummer sowie das Ablaufdatum der Kreditkarte laute. Ups, nun hiess es wirklich stehen bleiben, aus der Hosentasche das Portemonnaie "herausfischen" und dort nach einer der unzähligen Plastikkarten zu suchen und schliesslich die Kreditkartenummer abzulesen - wer weiss die schon auswendig?! Abschliessend musste ich natürlich noch die Nummer meines Mobiltelefons angeben. Endlich geschafft. Nur Sekunden danach ertönt die Mitteilung aus meinem Mobiltelefon, dass ein neues MMS angekommen sei. Glücklich, endlich am Ziel meiner Bestellung - nicht meines Reiseziels - angekommen zu sein, verabschiedete ich mich von der freundlichen Stimme und bedanke mich für den tollen Service. Unglücklicherweise musste ich nun auf dem Bahnhof noch ein zweites Bahnbillett für Goldach - St. Gallen retour aus dem Automaten kaufen - Mehrkosten von CHF 2.50 für diese Strecke, da anscheinend für Kurzstrecken wie Goldach - St. Gallen höhere Gebühren verlangt werden.
Nun konnte die Bahnreise losgehen. Gespannt wartete ich auf den Billett-Kontrolleur. Dieser war zu meiner Befriedigung etwas überrascht, da ich sein erster Kunde mit einem MobileTicket war. Das machte mich natürlich auch etwas stolz, so dass ich gespannt das weitere Prozedere verfolgte. Der auch hier sehr freundliche und interessierte Kontrolleur überprüfte mehr oder weniger souverän die Angaben auf meinem so teuer erstandenen ersten MobileTicket über den Bildschirm meines Mobiltelefons. Mit einem roten Lichtstrahl testet er schliesslich noch die Richtigkeit - alles klappte bestens! Allerdings gab der Kontrolleur zu bedenken, dass dieses Prozedere für ihn doch etwas sehr umständlich sei. "Welche zeitlichen Verzögerungen gäbe es, wenn plötzlich alle Reisende mit einem MobileTicket kontrolliert werden müssten?!", gab er zu bedenken. Hinzu kam, dass das MobileTicket anscheinend mit einem QR-Code versehen war, der das Billett immer wieder veränderte, so dass nicht in Ruhe alle Angaben per sofort auf dem MobileTicket abgelesen werden konnten; zumal sich das Bild stets bewegte und veränderte. Wir tauschen dann noch einige wenige Worte über die mögliche Zukunft von MobileTicket aus.

Fazit
Das Potential von MobileTickets ist offensichtlich. Leider bringt die derzeitige Anlage für den Käufer noch keinen Gewinn, sondern Verluste in jeglicher Form. Für die Bestellung des MobileTickets habe ich mind. 3 Minuten Zeit benötigt - vielleicht geht es ja beim nächsten Mal etwas schneller. Der anschliessende Gang zum Billettautomaten auf dem Bahnhof für das zweite Billett, welches sich ausserhalb der Gültigkeit von MobileTickets befindet - in meinem Fall Goldach, musste ich also trotzdem antreten. Die erhoffte Zeitersparnis war negativ!
Hinzu kommen die zusätzlichen Kosten für die Bestellung eines MobileTickets (CHF 1.19/Min) von ca. CHF 3.- plus CHF 2.50 Mehrkosten für den höheren Bahnbillet-Preis; ergibt summa summarum einen Mehraufwand von rund CHF 5.50. bzw. gute 10% Mehrkosten. Der Empfang des MMS ist erfreulicherweise kostenlos.
Mir ist wirklich nicht klar, weshalb das Angebot für MobileTickets auf lediglich 40 Orte in der Schweiz begrenzt sein muss. Anscheinend werden alle "Landeier" nicht als potentielle Kundinnen und Kunden betrachtet. Die Mehrkosten für die kostenpflichtige Nummer 0900 300 300 sowie die wiederholten Angaben der Personalien und Kreditkartennummer bei der Bestellung des MobileTickets - diese Daten wurden ja bereits bei der Registrierung erfasst - , werden gemäss meiner Einschätzung die Reisenden vom Kauf eines MobileTickets vorläufig abhalten. wo bleibt hier der Mehrwert?!
Abschliessend möchte ich festhalten, dass ich nach wie vor vom Potential von MobileTickets im öffentlichen Verkehr überzeugt bin; sofern diese keine Mehrkosten, aber eine Zeitersparnis bzw. mehr Flexibilität bei der Bestellung bieten. Mir ist daher schleierhaft, weshalb die SBB bei der Einführung eines neuen Produktes - wie hier dem MobileTicket - dem potentiellen Kunden solch massive Hürden in den Weg legen?! Das Angebot kann so nicht attraktiv sein! Zur Ehrrettung der SBB möchte ich allerdings festhalten, dass das Personal sehr freundlich und genügend kompetent ausgebildet ist.