Weltkarte der Internetverbrechen

In welchem Land sitzen die meisten betrügerischen Websites? Wo werden Seiten mit Schadprogrammen gehostet? Diese Fragen beantwortet ein neuer Online-Dienst des Sicherheitsunternehmens Websense.
Die Firma Websense bietet einen neuen Service namens «Global Phishing and Crimeware Threat Map» an. Es handelt sich um eine interaktive Karte, die den Standort von Phishing- und Crimeware-Seiten anzeigt. Phishing ist eine Form des Trickbetruges im Internet: Gauner versuchen dabei, Anwender mittels E-Mails auf gefälschte Bank- und Shopping-Seiten zu locken. Unter Crimeware versteht Websense Schadprogramme wie Trojaner oder Keylogger (Tastaturspione).

Laut Websense zeigt die Karte, in welchen Ländern sich vermehrt betrügerische Webseiten ausbreiten. So habe man in den letzten Monaten eine starke Zunahme von Phishing- und Crimeware-Sites in Korea und China festgestellt. Spitzenreiter im Bereich kriminelle Internetaktivitäten bleibe die USA.

Gleichzeitig zur «Global Phishing and Crimeware Threat Map» hat Websense ein Weblog (Webtagebuch) gestartet. Es soll als zusätzliche Quelle für Neuigkeiten rund um das Thema Sicherheit dienen. (sz)

Phishing and Crimeware Map
Websense Security Labs Blog

Quelle: PCtipp vom 27.01.2006.

Lernen mit dem Handy


Am 26. Januar 2006 ist im Ostschweizer Tagblatt ein Zeitungsbericht über unsere Vorstudie zum Forschungsprojekt Portfolioarbeit mit einem mobilen ePortfolio-Blog (mPortfolio) mit Studierenden der Pädagogischen Hochschule Rorschach erschienen:

Lernen mit dem Handy
Blogs an der Pädagogischen Hochschule Rorschach

Macht der Einsatz von Weblogs und Handys in der Lehrer-Ausbildung Sinn? Die Pädagogische Hochschule Rorschach PHR macht einen Versuch.
Zur Erklärung: Die Studenten des ersten Semesters der PHR müssen ein Lernreisebuch führen und die eigenen Lernfortschritte und die Erfahrungen, welche sie während der Ausbildung machen, in einem Lernportfolio zusammenfassen.
Mit einer Versuchsklasse wurde nun geprüft, welchen Nutzen moderne Internetanwendungen in der Lehrer-Ausbildung haben können. In der Klasse führten 12 von 24 Studenten ein elektronisches Portfolio mit einem Blog der Firma Kaywa, welcher sich via Internet als auch vom Handy aus benützen lässt. Sechs Studenten der Gruppe «Mobile» arbeiteten auch mit dem Handy. Als Vergleichsgruppe führten die anderen zwölf Studierenden ihr Lernportfolio konventionell auf Papier. «Die Blog-Teilnehmer meldeten sich freiwillig und mussten keine PC-Freaks sein», sagt Projektleiter Martin Hofmann, der die Studie mit zwei Dozenten durchführt. Momentan wertet PHR-Dozentin Andrea Christen die Arbeiten aus. Die Resultate sind noch nicht bekannt. Die Blogs der Studenten konnten aber laufend beobachtet werden, und Christen ist erfreut über deren Qualität.
Wissensaufbau basiere darauf, dass Inhalte wiederholt und in eigene Worte gefasst werden, dies geschehe mit Blogs sehr intensiv, sagt Christen. Eine sprachliche Verluderung wegen des Bloggens sei nichts (sic!) festzustellen. Handy und Internet erweiterten dank der Mobilität den Lernraum, sagt Hofmann. Er glaubt, dass deshalb das eigenständige Lernen gefördert werde. Aber das Bloggen soll weiterhin nur ein Ergänzungs-Tool bleiben. (Bruno Knellwolf)

http://phrblog.kaywa.ch

Ausschnitte: Die Ansichten Studierender

«Ich habe Blogs vorher nicht gekannt. In der PHR habe ich wenig gebloggt, mehr zu Hause, am Wochenende. Am meisten Zeit brauchte ich dafür, die Blogs der anderen Studenten zu lesen. Der Blog gab mir Ansporn, meine Einträge ins Lern-Portfolio regelmässig zu machen.»
Bigna Stucky, PHR-Studentin

«Ich sitze wegen des Bloggens mehr am Laptop. Das ging an der Freizeit weg, nicht an der Schul- und Lernzeit. Der Zeitaufwand ist aber gross. Der grösste Vorteil der Blogs liegt im Austausch untereinander. Man schreibt Kommentare und findet Ideen. Das Bloggen an der Schule hat Zukunft.»
Lukas Sonderegger, PHR-Student


Ein umfangreicherer Zeitungsbericht ist mit dem Ostschweizer Tagblatt geplant, sobald die Ergebnisse der Vorstudie ausgewertet und konkrete Resultate vorliegen. In diesem Zeitungsbericht soll dann auch das weitere Vorgehen geschildert werden sowie das Phänomen des Mobloggens mit den KAYWA-Blogs detailliert beschrieben werden.

Fernsehen hausgemacht – wie Videoblogs die Medienwelt erobern

Heute wurde in der SF1-Sendung Kulturplatz das Phänomen Videoblog vorgestellt. Ich überlege mir gerade, wie Videoblogs im Bildungsbereich nutzbringend im Unterricht eingesetzt werden könnten.
Wer hat eine gute Idee, Vorschläge oder Hinweise?!

Immer mehr Menschen stellen – neben Fotos und Texten - auch ihre privaten Videoaufnahmen ins Internet: «Videoblogs» – oder kurz «Vlogs» genannt. Neben Banalitäten tauchen im Internet vermehrt Videoberichte mit Anspruch auf. Einige «Vlogger» betreiben sogar eigene Informationssendungen im Internet. Einer von Ihnen ist der Ostschweizer Stefan M. Seydel. Er hat vor knapp zwei Jahren «rebell.tv» gegründet. Täglich geht er im Netz auf Sendung. Auch die grossen Fernsehstationen interessieren sich inzwischen für die wachsende Zahl brauchbarer Videoblogs. Der vom amerikanischen Ex-Vizepräsidenten Al Gore gegründete Jugendsender «current.tv» z. B. strahlt schon heute regelmässig Videoblogs aus. Fernsehen, wie es euch gefällt - «kulturplatz» führt Sie ein, in die Welt des Videoblogs.

Externer Link www.rebell.tv
Externer Link www.rocketboom.com
Externer Link www.vlogmap.org
Externer Link www.current.tv
Externer Link www.ehrensenf.de

Quelle: Sendung Kulturplatz vom 25.1.2006.

Interdisziplinäre Blockwoche

Modul von Dölf Looser:
Basiswissen für Lehrpersonen in Foto, Audio und Video.

Gegen Pädophile im Internet

Die Kantonspolizei Thurgau und das Amt für Volksschule lancieren eine Präventionskampagne gegen Pädokriminalität im Internet.

Der Thurgau beteiligt sich als erster Kanton an der Umsetzung einer nationalen Kampagne gegen Pädokriminalität im Internet. Um Opfer zu finden, nützen Pädophile insbesondere Internet-Chaträume. Dabei profitieren sie von der Neugier der Jugendlichen auf eine Welt, in der sie sich darstellen können, ohne dabei von den Eltern beaufsichtigt zu werden. Bis Ende des Jahres sollen alle Thurgauer Mittel- und Oberstufenschüler über die Gefahren des Internets aufgeklärt werden. Walter Berger, Chef des Amts für Volksschule, warnt jedoch vor Hysterie. Die Schule vor Ort müsse über die konkrete Umsetzung der Kampagne entscheiden.

Quelle: Ostschweizer Tagblatt vom 24. Januar 2006.

Internet-Adressen zum Thema:

Mehr Geld für Bildung

Ausgaben in 13 Jahren um 9 Milliarden erhöht

2003 haben Bund, Kanton und Gemeinden 25,8 Milliarden Franken in die Bildung investiert. Davon profitieren konnten 1,4 Millionen Schulkinder und Studierende. Die Bildungsausgaben stiegen gemäss Bundesamt für Statistik im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent.
Zu Beginn der Neunzigerjahre war das Wachstum der Investitionen in die öffentliche Bildung deutlich langsamer, seit 1997 nahmen die Mittel wieder zu. Insgesamt stiegen die Ausgaben zwischen 1990 und 2003 von 16,2 auf 25,8 Milliarden Franken.

Mehr Auszubildende
Der Anstieg wird aber nicht ausschliesslich mit mehr Goodwill der Bildung gegenüber begründet, sondern in erster Linie mit der demografisch bedingten Zunahme von 180 000 Lernenden, danach auf neue Anforderungen an die Lehrgänge und an dritter Stelle auf neue Bildungsangebote.
Die Kantone und Gemeinden tragen mit 87 Prozent den Hauptanteil an den Bildungsausgaben.

19 Prozent der Gesamtausgaben
Aufgeteilt nach Bildungsstufen stiegen die Ausgaben für die obligatorische Schule in 13 Jahren von 8,5 auf 13,4 Milliarden Franken, für die Berufsbildung und Sekundarstufe II von 3,9 auf 5,2 Milliarden und im Bereich Hochschulen von 3,4 auf 6,6 Milliarden.
Der Anteil der Bildungsausgaben an den Gesamtausgaben der öffentlichen Hand betrug 2003 immerhin 19 Prozent.

Quelle: Ostschweizer Tagblatt vom 23. Januar 2006

Weblogs, Blogs als Werkzeuge für selbstorganisiertes Lernen

Einige Auszüge aus Werner Stangls Arbeitsblätter aus der Rubrik Lerntechnik:

Weblogs könnten für das Internet nach Ansicht von Experten auch ein sozialer Raum und Wissensspeicher werden, der sich selbst erzeugt und weiter trägt. Weblogs könnten auch eine neue Wissenskultur fördern, die von der traditionell kompetitiv organisierten Wissensvermittlung zu einer solidarischen Lernkultur führt, die zur Kooperation und Diskussion von Wissenschaft und ihren Produkten einlädt, oder auch nur die Fähigkeiten der Mitwirkenden sammelt und festhält. Weblogs bieten daher hervorragende Möglichkeiten für kollektive Lernprozesse und unterstützen möglicherweise die Bildung von Lerngemeinschaften, die den Einzellerner bei seinem Studium entlasten könnten.

Weblogs sollten daher in den Seminarkontext eingebunden werden (etwa in der netzgestützten Lehre als scheinrelevantes Kriterium), um sich zumindest für die Dauer der Lehrveranstaltung an einem Weblog zu versuchen und die Möglichkeiten für das eigene Lernen kennenzulernen. Vielleicht wäre es auch wichtig, mit den Studierenden Bedeutungen auszuhandeln, welche das Bloggen in einem akademischen Kontext haben könnte. Mittelfristig sollte es daher möglich werden, Weblogs als zusätzliche Lehr- und Lernmittel einzusetzen und explizit als Lerntool im Rahmen des Studiums zu fördern. Daher sollten Weblogs im Rahmen universitärer Lehre durch entsprechende Aufgabenstellungen eingeführt werden, die nur über diese Methode zu realisieren sind.

Für universitäre Lehrveranstaltungen bieten sich Weblogs vor allem zur Dokumentation und als Plattform für die Ergebnispräsentation an, indem etwa Diskussionsergebnisse aus Kleingruppen publiziert werden, sodass andere TeilnehmerInnen die Möglichkeit haben, auf diese Texte zu reagieren und bei Weblogs mit Kommentarfunktion auch schriftlich zu deponieren. Ein Weblog als gemeinsames Lerntagebuch weist metakommunikative Merkmale auf, denn es macht den einzelnen TeilnehmerInnen und der Gruppe die bisherigen Lern- und Arbeitsfortschritte bewusst. Das gilt besonders für das Weblog als Projekttagebuch, bei dem etwa arbeitsteilige aber auch arbeitsgleiche Projektgruppen den Fortschritt aller anderen verfolgen, Nachfragen stellen oder Hilfestellung geben können. Auch Kommentare der Lehrenden können dabei die Arbeit unterstützen, wobei hier die feedback-Funktion und weniger die Lehraufgabe im Vordergrund stehen sollte.

Google Scholar - die etwas andere Suchmaschine

Den Hinweis auf Google Schoolar habe ich auf auf dem WE[blog] des PPP (Pädagogik & Pädagogische Psychologie der Johannes Kepler Universität Linz )von Werner Stangl entdeckt:

Google Scholar ist eine auf SchülerInnen zugeschnittene Suchmaschine, die neben sehr selektiven Suchergebnissen vor allem Bücher und Originalzitate zu auch deutschsprachigen Begriffen liefert: "Google Scholar provides a simple way to broadly search for scholarly literature. From one place, you can search across many disciplines and sources: peer-reviewed papers, theses, books, abstracts and articles, from academic publishers, professional societies, preprint repositories, universities and other scholarly organizations. Google Scholar helps you identify the most relevant research across the world of scholarly research. (...) Google Scholar orders your search results by relevance. As with Google web search, the most useful references appear at the top of the page. Google ranking technology considers the full text of each article, the author, the publication in which the article appeared, and how often the piece has been cited in other scholarly literature."

Office-Werkzeuge und -Vorlagen für Schüler/innen und Lehrer/innen

Die Office-Werkzeuge und -Vorlagen für Schüler/innen und Lehrer/innen von Microsoft sind eine wirklich gute Sache. Sicherlich findet die mit Office vertraute Lehrkraft die zahlreichen Vorlagen auch anderswo. Der grosse Vorteil dieser Werkzeuge und Vorlagen ist aber, dass sie gebündelt und leicht verfügbar sowohl für die Lehrenden, wie auch für die Lernenden direkt aus dem Office heraus gestartet werden können. Perfekt wäre das Angebot, wenn in die bestehenden auch eigene Vorlagen eingebunden werden könnten.

Also, liebe Lehrerinnen und Lehrer, nutzt die Office- Werkzeuge und -Vorlagen für eueren Unterricht mit dem Computer! Es gibt sicherlich wichtigeres, als die Zeit für die Unterrichtsvorbereitung mit der Erstellung von eigenen Vorlagen zu verbringen. Ausserdem können die wichtigsten Office-Programme leicht im Selbststudium erlernt werden.

Bei Problemen mit der Installation der Office-Werkzeuge und -Vorlagen gibt Beats Blog einige wichtige Hinweise!

Microsoft hat ein spezielles Download-Paket für Schüler und Lehrer geschnürt, das Office um nützliche Werkzeuge und Vorlagen erweitert. Es kann kostenlos heruntergeladen werden.
Die Erweiterung findet sich in Microsofts Download-Bereich. Sie trägt den Namen «Werkzeuge und Vorlagen für Microsoft Office, v1.0». Laut Microsoft wartet sie mit lehrplanbasierten Symbolleisten, Vorlagen, Projektunterstützungen und Schulungen auf. Die Erweiterung sei speziell an die Anforderungen von Schülern und Lehrern angepasst und integriere sich nahtlos ins Office-Paket. Für die Installation wird eine gültige Version von Office 2003 oder Office XP vorausgesetzt.

Download (108.9 MB): Werkzeuge und Vorlagen für Microsoft Office, v1.0.

Quelle: PCtipp Newsletter vom 17.1.2006.

Wikipedia feiert 5. Geburtstag

In nur fünf Jahren hat sich die freie Online-Enzyklopädie zu einem der bekanntesten Nachschlagewerke entwickelt. Getrübt wird das Jubiläum durch eine ganze Reihe Negativschlagzeilen, die momentan die Wikipedia-Betreiber beschäftigen.

Das Licht der Welt erblickte Wikipedia am 15. Januar 2001. Unternehmer Jimmy Wales und Philosophie-Dozent Larry Sanger gründeten eine Online-Enzyklopädie mit einem völlig neuen Ansatz: Die Artikel werden nicht von einer festen Redaktion geschrieben, sondern von allen Internetnutzern. In nur fünf Jahren entwickelte sich Wikipedia zu einem der grössten und bekanntesten Nachschlagewerke. Mittlerweile ist sie in mehr als 150 Sprachen verfügbar; allein die deutsche Variante umfasst über 340'000 Artikel.

Die offene Form der Wikipedia hat jedoch auch ihre Nachteile: In letzter Zeit machten gleich mehrere Missbrauchsfälle Schlagzeilen. So wurde im Artikel über den früheren Robert-Kennedy-Berater John Seigenthaler während mehrerer Monate fälschlicherweise behauptet, er sei am Mordanschlag gegen seinen Chef beteiligt gewesen. Über Weihnachten hat zudem ein anonymer Schreiber den Schweizer Informatikprofessor Bertrand Meyer in der Wikipedia für tot erklärt, was sich nur als schlechter Scherz herausstellte.

Durch die Missbrauchsfälle hat die Glaubwürdigkeit von Wikipedia stark gelitten. Gründer Jimmy Wales hat denn auch erste Konsequenzen gezogen. In der englischsprachigen Ausgabe des Online-Lexikons können Artikel nicht mehr anonym erstellt werden. Zudem soll es in naher Zukunft eine Variante der Enzyklopädie mit gesperrten Artikeln geben.

Quelle: PCtipp Newsletter vom 16.1.2005.
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