[video] Vorlesung 2.0

An der Technischen Universität Graz wurde im Rahmen einer Vorlesung ein Feldversuch gestartet, der zum Ziel hatte, den Einsatz von Notebooks in traditionellen Lehrveranstaltungen auszuloten. Dabei hatten die Studierende die Möglichkeit, live während einer Vorlesung die Folien des Referenten zu kommentieren oder Ihre Meinungen, URLs und Weiteres online abzulegen. Gleichzeitig konnte auch der Referent auf diese Inhalte zugreifen und sie in den Unterricht einbeziehen. Herausgekommen ist ein sehenswertes Kurz-Video, welches aufzeigt, wie in Zukunft Notebooks in Lehrveranstaltungen an Hochschulen als sinnvolles Medium von Studierenden genutzt werden könnten. Leider wird im Video nicht erwähnt, welche Infrastruktur und Software für den Feldversuch eingesetzt wurde. Das Video zeigt zudem mir bestens bekannte Szenen aus Vorlesungen. Nämlich, was Studierenden sonst noch alles während einer Vorlesung mit Ihren persönlichen Notebooks anfangen. Weitere Informationen finden sich im e-Learning Blog von Martin Ebner.

E-Learning-Suche fördert Open E-Learning

Lars Satow hat mit der E-Learning-Suche (www.elearning-suche.de) ein nicht-komerzielles Projekt gestartet, das Open E-Learning fördern will! Die Datenbank enthält bereits eine stattliche Anzahl an Einträgen zu frei zugänglichem E-Learning und Online Training im Internet. Lars Satow beschreibt sein Projekt wie folgt:

Jeder kann kostenloses und frei zugängliches E-Learning suchen, bewerten und fördern mit Deutschlands erster Suchmaschine für Open E-Learning und Online Training. Anders als Google & Co werden die Treffer nicht nur nach Relevanz, sondern auch nach Lerneffektivität sortiert. Die Suchmaschine befindet sich derzeit in der Testphase und die E-Learning Datenbank wird noch aufgebaut. Jeder kann dabei mithelfen...

E-Learning-Suche

Fazit:
Noch ist mir nicht klar geworden, wie die Bewertung der einzelnen E-Learning-Ressourcen zustande kommt bzw. wie ich als NutzerIn das Ranking beeinflussen kann! Hilfreich wäre dabei, wenn die Qualitätskriterien nach denen die Einträge beurteilt wurden bzw. beurteilt werden sollten auf der Plattform sichtbar würden. Nützlich wäre ausserdem, wenn die Nutzer/innen zu jedem Eintrag auch Ihre Erfahrungen z.B. als Kommentar eintragen könnten. Nicht zuletzt fehlt mir auch ein RSS-Feed, der mich über Neueinträge auf dem Laufenden hält. Das Projekt befindet sich noch in der Testphase; was noch nicht ist, kann ja noch alles werden ;-) Es bleibt also zu hoffen, dass es bei diesem Projekt nicht bei einer kurzfristigen Einzelinitiative bleibt!

EduCamp2008 - A BarCamp for E-Learning and Corporate Learning

Vom 18. bis 20. April 2008 findet an der Technischen Universität Ilmenau in Thüringen das erste deutsche EduCamp zum Thema "Lehren und Lernen 2.0" statt. Erwartet werden Knowledge-Worker, Wissenschaftler, Entscheider und Agenturen, die sich mit innovativen Formen, Formaten, Technologien, Strategien etc. des mediengestützen Lernens auseinandersetzen. Die Organisatoren haben eine attraktive Social Web-Plattform aufgeschaltet, die es den Teilnehmenden am EduCamp 2008 erlaubt, vorher miteinander virtuell in Kontakt zu treten und Themenvorschläge fürs Programm einzubringen. Wirklich eine sehr innovative Form, die dem Bedürfnis dieser Zielgruppe sicherlich entgegen kommt. Ich bin gespannt, was das EduCamp 2008 bringen wird!

EduCamp2008

Quelle: http://educamp2008.mixxt.de/

"Second Life" am ersten LEARNTEC Forum Schweiz

Heute nahm ich am ersten LEARNTEC Forum Schweiz "Nachhaltige Lernkultur als strategische Herausforderung" teil. Der Anlass war gut besucht und fand im Raiffeisenzentrum St.Gallen statt.

LEARNTEC Forum Schweiz

In ihrer Begrüssungsrede stellte Prof. Dr. Sabine Seufert, Uni St.Gallen (SCIL), die ersten Ergebnisse der Trendstudie 2007 vor. Dabei wurden Bildungsverantwortliche von 250 deutschen und schweizerischen Unternehmen zu ihrer Weiterbildungsstrategie befragt. Zu den erfagten Bereichen der Trendstudie gehören Organisation und Didaktik, aber auch Lernkultur, Bildungsökonomie sowie der Einsatz von Bildungs- und Wissensmanagementtechnologien. Die ersten Trends zeigen, dass die Bildungsverantwortliche voriwegend im Bereich Lernkultur grosses Potential für die Zukunft sehen. Für mich nicht verwunderlich ist auch der Befund, dass die Unternehmen den noch jungen Technologien wie Blogs, Wikis und Podcast eher geringe Bedeutung zumessen. Dies hängt sicherlich primär damit zusammen, dass viele Unternehmen noch stark mit der Implementation von Technologien aus der Web 1.0-Welt (Lernplattformen) beschäftigt sind.

Ein besonderer Genuss war es deshalb dem Vortrag von Philipp Felix, Verantwortlicher für E-Learning bei Manor AG, zu lauschen, der das Thema "Second Life" - betriebliches Lernen im Jahr 2010 aufgriff. Noch hat die Schweizer Firma Manor AG den Sprung nach "Second Life" nicht gewagt. Derzeit ist man aber bei Manor AG dabei, Szenarien für Verkaufstrainings in Second Life zu prüfen.

Originelle Weiterbildung "NET à la carte" für ETH-Dozierenden

Das NET (Network for Educational Technology) der ETH Zürich bietet in diesem Semester für ihre Dozierenden eine Weiterbildung in E-Learning der besonderen Art an. Alle 14 Tage wird vom NET-Team den ETH-Dozierenden über Mittag Aktuelles aus der E-Learning Küche serviert. Die Veranstaltung "NET à la carte" greift jeweils während 60 Minuten ein relevantes Thema aus dem E-Learning heraus. Die Themen auf der "Menukarte" sind in die Kategorien "Delikatessen" (Spezielle Themen und Techniken), "Leichte Kost" (Szenarien und ihre Werkzeuge) und "Nach Art des Hauses" (Konzepte und Planung) eingeteilt, damit alle Teilnehmenden ihr individuelles E-Learning-Menu für das Herbstsemester 2007 zusammen stellen können. Alle Veranstaltungen werden ausserdem als Screencast in verschiedenen Auflösungen aufgezeichnet und auf dem Podcast-Portal der ETH zur Verfügung gestellt.
Wer sich vorher zur Dozierenden-Weiterbildung anmeldet, erhält zudem ein Sandwich mit Getränk – als Beilage zum E-Learning-Menus - serviert. Somit lässt sich während der Veranstaltung "NET à la carte" nicht nur der eigene "Hunger" nach E-Learning stillen, sondern auch das Magenknurren unterdrücken ;-)

NET à la carte
Quelle: Menükarte "NET à la carte"

Fazit:
Die Veranstaltung "NET à la carte" ist eine wirklich originelle, wenn auch nicht ganz neue Idee, um Dozierende für eine Weiterbildung in E-Learning zu animieren. Im letzten Sommersemester 07 habe ich an der Pädagogischen Hochschule des Kantons St.Gallen in Rorschach selber eine solche Weiterbildung in ICT (Flashkurse) für Dozierende über Mittag angeboten. Die Anzahl der Weiterbildungswilligen variierte jedoch je nach Veranstaltung bei möglichen 80 Dozierenden zwischen 0 und 6 Teilnehmenden. Ob es wohl daran lag, dass ich kein Sandwich mit Getränk serviert habe?! Ich bin wirklich gespannt, ob die Veranstaltung "NET à la carte" die gestressten Kolleg/innen von der ETH-Kantine in den Schulungsraum zu locken vermag und sich Aufwand und Ertrag für das NET-Team auch wirklich lohnt!

[video] e-Learning 2.0 and quality

Sehens- und lernenswert der Videocast von Graham Attwell zu e-Learning 2.0 and quality produziert:


Quelle: http://blip.tv/file/328583

Studium 2.0

Der Tagesspiegel online stellt in einem Artikel beispielhafte Lehrszenarien für das Studium 2.0 dar. Zu Wort kommt u.a. Michael Kerres (Uni Duisburg-Essen), Nicolas Apostolopoulos, Leiter des Centrums für Digitale Systeme (Cedis) an der Freien Universität (FU) und Christian Grune vom Projekt „Pod-Campus HU“:

Studium 2.0

Zum Artikel:
http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/uni/Uni-E-Learning;art296,2333389

Tipp: e-teaching.org Blog

Was ist eLearning? - ein Definitionsversuch!

Nach der Suche nach DER Defintion von eLearning hat die Arbeitsgruppe eLearning der SKPH (Schweizerische Konferenz der Rektorinnen und Rekoren der Pädagogischen Hochschulen) sich an ihrer letzten Sitzung in Brig - an der ich leider wegen andersweitiger Verpflichtungen nicht teilnehmen konnte - eine Empfehlung zu einer E-Learning Definition verabschiedet; diese geht nun zur Vernehmlassung an den Vorstand der SKPH:

Ausgangslage:
Der Begriff E-Learning ist in der Fachliteratur nicht eindeutig definiert und somit herrscht auch im allgemeinen Sprachgebrauch mehr Verwirrung als eine gemeinsame Basis vor. Begriffe wie Telelearning, Computer-Aided Learning (CAL), Computer Aided Instruction (CAI), Distance Learning, Web-Based Training Blended-Learning oder vereinzelt gar Knowledge-Management werden in diesem Zusammenhang durchaus auch synonym verwendet, wobei die inhaltliche Ausprägung sehr variieren kann.

Empfehlung:
Nach Sichtung einer Vielzahl von E-Learning Definitionen beschliesst die AG eLearning SKPH den PH für den Begriff E-Learning folgende Definition zu empfehlen:

Unter E-Lernen bzw. E-Learning (englisch electronic learning – elektronisch unterstütztes Lernen) werden Formen von Lernen verstanden, bei denen digitale Medien für die Übertragung von Lernmaterialien für die Kommunikation und für die Kollaboration zum Einsatz kommen.

 Le terme e-learning (apprentissage en ligne ou e-formation) désigne les formes d'apprentissage intégrant les médias numériques pour transmettre des contenus pédagogiques, communiquer et collaborer. Le terme e-learning (apprentissage en ligne ou e-formation) désigne les formes d'apprentissage intégrant les médias numériques pour transmettre des contenus pédagogiques, communiquer et collaborer.

Wer liefert eine italienische Fassung?!

Quelle: Empfehlung Def Elearning_2007-03-15.doc 

 

Evaluation einer Open Source E-Learning Plattform

Switch Evaluation LOR

Heute fand in Zürich bei SWITCH der Workshop Evaluation of a national E-Learning Plattform statt. Auf nachstehendem Wiki finden sich die wesentlichen Informationen zum aktuellen Stand des Projekts. Getestet wurden primär nachstehende Open Source Plattformen: Moodle, OLAT, WebCT, other LMS's. Die Test Results of Feasibility Study können über die folgende URL http://www.edutech.ch/lms/2006LOR/ eingesehen werden.

Web 2.0 Applikationen oder Social Software spielten bei dieser Evaluation keine Rolle. Auch Plattformen wie Drupal und dgl. wurden nicht in die Evaluation miteinbezogen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Evaluation of a national E-Learning Plattform so überhaupt noch den Zeitgeist trifft. Ein wichtiges Kriterium für die Arbeitsgruppe war die Austauschbarkeit von Learning Objects - ein Learning Object Respository und eigentlich weniger die Suche nach einer nationalen E-Learning Plattform. Natürlich ist dies aus Ressourcen-Gründen wünschenswert. Besonders dann, wenn es darum geht zwischen den Hochschulen die Learning Objects auszutauschen. Auf der technischen Ebene tönt das alles sehr gut. Ich frage mich aber, ob diese Form des Lernens mit "fremden" Austauschlernmaterialien wirklich Fuss fassen wird. Ist es in der Realität nicht so, dass diese Learning Objects eine massiv kurze Halbwertszeit haben. Selbst dann, wenn ich nun einen Kurs aus einer Vielzahl kleineren Learning Objects zusammenstellen kann, passen die einzelnen "fremden" Kursteile selten wirklich zu einem befriedigenden Ganzen zusammen. In diesem Fall empfehle ich meinen Studierenden wohl besser eine Standardlektüre. Inzwischen stellen ja bereits einige Hochschulen ihren gesamten Wissenspool gratis zur Verfügung. Wäre es also nicht sinnvoller, anstelle eines Learning Object Respository eine entsprechende optimierte Suchmaschine zu entwickeln, die im Internet ausschliesslich nach solchen Learning Objects (Internet = globales Learning Object Respository) sucht?

Letztlich stellt sich für mich auch die Frage, ob die Lernenden diese Form von "Konserven"-Lernen mit E-Learning Plattformen überhaupt annehmen werden. Oder geht es nicht vermehr in Richtung Lernen in Social Networks mit individualisierten Learning Objects?! In diesem Zusammenhang empfehle ich den Blogeintrag von Will Richardson Kids + Social Networks = Learning (?) als Lektüre.

 PS: Ach ja, der technikgeprägte Switch-Workshop fand natürlich in englischer Sprache statt ;-)

Next-Generation E-Learning Environment

E-Learning Environment

Weitere Informationen auf dem weiterbildungsblog.de

Quelle: Ali Jafari, Patricia McGee und Colleen Carmean, EDUCAUSE Review, Vol. 41, No. 4, Juli/ August 2006.
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