[referat] Interaktives E-Portfolio-Experten Forum an der EduMedia Fachtagung in Salzburg

Gestern startete in St. Virgil Salzburg die 4. EduMedia Fachtagung 2008 zum Thema "Selbstorganisiertes Lernen im Interaktiven Web - Lernkultur im Wandel?". Das diesjährige Interaktive E-Portfolio-Experten Forum widmete sich den folgenden drei Fragen:
  • Fördern E-Portfolios die Persönlichkeitsentwicklung und Berufs- bzw. Studienorientierung?
  • Was sind die Herausforderungen für Lehrende, PersonalberaterInnen, Karrierecenters und Unternehmen?
  • Gibt es bildungspolitischen Handlungsbedarf?

Bevor unter der Moderation von Wolf Hilzensauer von Salzburg Research die Podiumsdiskussion eröffnet wurde, gaben vier ImpulsgeberInnen mit kurzen Referaten einen Einblick ins Thema. Meine Kollegin Prof. Andrea Christen und ich referierten zum Thema "Abbild des Gruppentrainings personal-sozialer Kompetenzen im E-Portfolio". Ein solches Gruppentraining führen wir jeweils mit allen Studierenden des Studiengangs Kindergarten- und Primarstufe an der Pädagogischen Hochschule des Kantons St.Gallen (CH) im 1. Studienjahr im Rahmen unseres E-Portfolio-Projekts durch. Ich fokussierte meinen Teil des Referats auf die technischen Anforderungen unseres aktuellen und zukünftigen E-Portfolio-Systems.

referat salzburg
Das Gruppentraining ist Teil des E-Portfolios (Reflexionsportfolio), welches die Studierenden der Pädagogischen Hochschule des Kantons St.Gallen im Rahmen ihrer Ausbildung im Modul "Berufs- und Studienkompetenzen (BSK)" führen.

Die anschliessende Podiumsdiskussion war zwar interessant; aber stark auf die österreichischen Verhältnisse fokussiert. Nicht zuletzt wohl auch deshalb, weil die Podiumsteilnehmenden grösstenteils aus Österreich stammten.

Wegen beruflichen Verpflichtungen konnten wir leider nicht an der gesamten EduMedia Fachtagung teilnehmen und mussten gleichentags wieder die Rückreise antreten. Für ein kurzes Sightseeing durch die Altstadt Salzburg reichte es glücklicherweise doch noch:

Salzburg

Hier gehts zum Album Salzburg.

Abschluss des Lernateliers zum Thema Wasser

An fünf Samstagmorgen konnten interessierte SchülerInnen der Region Rorschach freiwillig am Lernatelier zum Thema Wasser teilnehmen. Das Lernatelier wurde von Studierenden der Pädagogischen Hochschule des Kantons St.Gallen, Studiengang Kindergarten / Primarschulstufe, organisiert und durchgeführt. Bei der Arbeit mit den Kindern orientierten sich die zukünftigen Junglehrerinnen am Enrichment-Modell. Damit die Lernenden ihre Resulate einem grösserem Publikum - den Eltern, Geschwistern, SchulkollegInnen, ... - zeigen können, erhielt jede SchülerInnen-Gruppe ein eigenes E-Portfolio-Blog. Zudem sollten die Kinder auf dem E-Portfolio ihre Lerneindrücke festhalten. Nachstehend einige Screenshots einzelner E-Portfolios:

lernatelier3

lernatelier1

lernatelier2


Auch die Studierenden hielten ihre Reflexionen in einem E-Portfolio fest. Begleitet wurde das Lernatelier von Frau Marion Rogalla, Dozentin an der Pädagogischen Hochschule des Kantons St.Gallen.

Hier noch die Internetadressen zu den E-Portfolios, die zum Einsatz kamen:
- http://frosch.eportfolio4kids.kaywa.ch
- http://seegras.eportfolio4kids.kaywa.ch
- http://forelle.eportfolio4kids.kaywa.ch
- http://qualle.eportfolio4kids.kaywa.ch
- http://regentropfen.eportfolio4kids.kaywa.ch
- http://schneeflocke.eportfolio4kids.kaywa.ch
- http://nemo.eportfolio4kids.kaywa.ch (Reflexions-E-Portfolio der Studierenden)

Mein Lieblingsort - mit dem Handy unterwegs fürs E-Portfolio

Seit gut einem Jahr führen die Primarschüler/innen der Projektschule Im.Puls an der PHSG Pädagogischen Hochschule des Kantons St.Galen (CH) ein persönliches E-Portfolio (Talentportfolio) und sammeln darin für sie wichtige Artefakte.

Am Montag starteten die Kids ausgerüstet mit einem Mobiltelefon (Handy) eine Erkundungstour rund ums Hochschulgebäude Mariaberg. Der Auftrag lautete von den schönsten Plätzen Fotos mit der Handykamera zu machen und dann ein ausgewähltes Foto noch vor Ort via MMS auf dem eigenen E-Portfolio zu publizieren.

Erkungstour1

Zurück im Schulzimmer mussten die Schüler/innen dann das eigene E-Portfolio aufstarten und einen passenden Titel und Text zum publizierten Foto schreiben. Diese Erkundungstour diente als Vorbereitung für das bevorstehende Thema "Mein Lieblingsort". Während dieser Übung wurde die Medienkompetenz im Umgang mit dem Mobiltelefon (Fotos machen, Fotos via MMS auf dem E-Portfolio publizieren) eingeübt. Die Kids hatten keinerlei Probleme die Aufgabe zu erledigen. Während den nächsten 2-3 Wochen müssen nun die Schüler/innen selbständig von ihrem Lieblingsorten der Stadt Rorschach mehrere Beiträge auf dem E-Portfolio publizieren.

Erkundungstour2

Das Mobile-Blogging wird von unserem E-Portfolio-System (Konvergenz-Blog der Firma Kaywa) unterstützt und ermöglich den Schüler/innen auch ausserhalb des Schulzimmers Fotos (Texte und Videos) auf dem eigenen E-Portfolio zu publizieren. Der Zugang zu den E-Portfolios der Schüler/innen ist aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes gegen aussem mit einem Passwort geschützt.

Nachstehend einige Ergebnisse:

Erkundungstour3

Erkundungstour4

Erkundungstour5

Erkundungstour6

Erkundungstour7

Gesucht: Parter-Hochschule für ein gemeinsames Forschungsprojekt E-Portfolio

Die Pädagogische Hochschule des Kantons St.Gallen (PHSG, Switzerland, http://www.phsg.ch) ist auf der Suche nach einer Partner-Hochschule für ein gemeinsames fremdfinanziertes ''Forschungsprojekt E-Portfolio''. Ideal für uns wäre ein Mitglied der Internationalen Bodensee Hochschulen (IBH), um dort einen gemeinsamen Projektantrag für das zukünftige Forschungsprojekt einreichen zu können. Interessiert sind wir natürlich auch an allen Hochschulen und Universitäten aus dem In- und Ausland, mit denen wir ein Forschungsprojekt bei DORE oder anderen Förderprogrammen einreichen könnten. Unsere bisherigen Forschungsaktivitäten und Studien zu E-Portfolios können unter http://www.eportfolio-phsg.ch eingesehen werden.

Meldet euch doch einfach unter martin.hofmann@phsg.ch !

Neues «e-portfolio blog» eröffnet

Ich habe heute mein drittes Weblog (Blog) zum Thema «E-Portfolio» eröffnet. Während dieses «bodensee edublog - learning with media & web for the future» ein breites Spektrum meiner Arbeit abdeckt, fokusieren die beiden Blogs «mobileatschool blog» und das neue «e-portfolio blog» ein Thema. Das neue «e-portfolio blog - learning with e-portfolio for the future» (http://e-portfolio.kaywa.ch) widmet sich also dem Thema «Lernen mit E-Portfolios» und soll aufzeigen, wie sich E-Portfolios im Unterricht einsetzen lassen. Wie bei allen Weblogs von Kaywa ist der QR-Code (in Kürze) integriert, und das Weblog lässt sich auch vom Mobiltelefon (http://e-portfolio-kaywa.ch/mobile) aus abrufen.

Für alle Interessierten hier der RSS-Feed zum Abonnieren:
http://e-portfolio.kaywa.ch/rss2/
e-portfolio blog

Quelle: http://e-portfolio.kaywa.ch

e-teaching im Gespräch mit Wolf Hilzensauer

Ein Interview zu E-Portfolios mit Mag. Wolf Hilzensauer, Mitarbeiter der Salzburg Research der Forschungsgesellschaft des Landes Salzburg, findet sich neu auf dem Portal e-teaching.org. Beleuchtet werden unter anderem, was unter E-Portfolios zu verstehen ist, weshalb sie heute im Trend sind, deren Rolle im Bologna-Prozess sowie die Frage nach der notwendigen Medienkompetenz und Open Source Software für E-Portfolios.

E-Portfolios im Kindergarten

Die Medienpädagogin Elisabeth Schallhart hat mit Ihren Kindern im Kindergarten erste Erfahrungen mit der Portfolioarbeit gesammelt. Die sogenannten "Kindergartengeschichten" lehnen sich stark an die Form des Digital Storytelling an. Dabei sollen durch das Nachdenken über das eigene Tun und durch das Erzählen aus der Sicht des Kindes die Erlebnisse, Lernerfolge aber auch Herausforderungen reflexiv betrachtet werden, und dies sollte dann die ganzheitliche Entwicklung fördern. Die Kindergärtnerin hat jeweils die Geschichten der Kinder als Powerpoint-Dateien auf eine CD-ROM gebrannt.


Kindergartengeschichte

Quelle: http://medienpaedagogik.kaywa.com/eportfolios/meine-kindergartengeschichte.html


Fazit:
Die Pionierarbeit von Elisabeth Schallhart ist sehr wichtig!

17.10.2007, 15:49: Text gestrichen aufgrund unvollständiger Informationen: (Allerdings glaube ich nicht so richtig an den Erfolg dieses Konzepts, weil alle Arbeiten mit Ausnahme des Erzählens die Kindergärtnerin hat und somit die Kinder bei der Produktion des E-Portfolios nur marginal beteiligt werden. Alleine das Transkribieren der Dialekttexte der rund 20 Kindergärtler ins Powerpoint benötigt wohl dermassen viel Zeit, dass nur sehr wenige Kolleginnen in Zukunft bereit sein werden, diesen Aufwand zu leisten.)

Eine Methode die Kinder selber aktiv handeln zu lassen wäre, wenn die Kindergärtler Ihre "Kindergartengeschichten" selber beispielsweise mit dem Handy als Audio-Reflexion aufnehmen würden und diese dann auf dem eigenen E-Portfolio (z.B. Kaywa Blog) mit Unterstützung der Kindergärtlerin publizieren würden. Dies hätte zudem den Vorteil, dass die Kinder ihre Audio-Reflexionen auch nachträglich selbstständig und mehrfach anhören können. Also Elisabeth, mach doch bitte weiter - vielleicht mit einem leicht angepassten Konzept :-)

21st Century Portfolios

Bei Helen Barrett habe ich nachstehend Abbildung zum Portfolio des 21. Jahrhunderts gefunden, das selbstverständlich ein elektronische Portfolio (E-Portfolio) ist.

21st Century Portfolio

Quelle: http://electronicportfolios.org/blog/2007/10/21st-century-portfolios.html

Helen Barrett hat diese Abbildung deshalb gestaltet, weil Sie die Beziehungen zwischen den neuen ISTE NETS standards, content standards, and effective assessment, teaching and learning zeigen möchte.

5. Tag in Katowice (Polen): Rückreise in die Schweiz

Nach vier tollen und erlebnisreichen Tagen in Polen treten wir heute nun die Rückreise in die Schweiz an. Welche Eindrücke sind mir besonders geblieben?!

Zum einen sind dies sicherlich die Eindrücke vom Land Polen und im Speziellen der Besuch im KL Auschwitz, der mich sprachlos und traurig stimmte. Von der Konferenz ecoMEDIA Europe zum Thema "Lifelong Learning - ePortfolios an Open content" hat mich am meisten der belgische Beitrag "The web 2.0: relation between quality an open content" von Valère Awouters inspiriert!
Katowice 22
Silesian University of Katowice: Wo ist nur die Steckdose im Hörsaal für mein Tablet-PC; es gibt genau eine :-)

Unvergesslich bleibt auch die Erfahrung, wie die Vertreter der über 20 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) in diesem Comenius III Projekt stets das gemeinsame Ziel einer Einheit vorleben, ja gar zelebrieren bzw. besingen (siehe Lied unten). Trotz der riesigen Unterschiede, die zwischen den einzelnen EU-Ländern vorherrschen; dies gilt natürlich ganz besonders für die enormen Unterschiede im ICT-Bereich an den Schulen der einzelnen Mitgliedstaaten. Zum ersten Mal habe ich auch erfahren, was es heisst, nicht zu dieser Europäischen Gemeinschaft zu gehören. Nicht etwa, dass wir zwei schweizer ExotInnen in diesem europäischen Umfeld von den EU-KollegInnen gemieden worden wären. Genau das Gegenteil war der Fall - wir haben vom obersten Comenius-Vertreter sowie vom ecoMEDIA-europe Projektleiter eine herzliche Einladung für nächstes Jahr an die Konferenz nach Riga erhalten! Nur sind wir aber leider als NICHT EU-Land trotz hohem Interesse zahlreicher EU-Länder an unsere E-Portfolio Projekt kein wählbarer Partner für ein gemeinsames Comenius III Projekt. Sehr gerne hätten wir beispielsweise mit Valère Awouters aus Belgien ein gemeinsames E-Portfolio-Projekt gestartet!

Comenius III Song
When we'll meet together in Autumn
We'll be laughing and singing for joy
Widely smiling and feeling happy
We'll be breezy an eager to learn

Let's go again and remember the rainbow
'Cause we're missing the beauty of Sun
Slowly walking with our teachers
We are telling them about holiday time

When we meet together at the Project
We are laughing and smiling at friends
We are breaking the border of fear
We are building the Comenius plan

Let's go again looking towards the rainbow
'Cause the future belongs to the peace
We are telling the partners of Europe
That they have to forever join in.

Composed by teachers and pupils of private school in Poland / Dabrowa Gornicza
http://www.serceszkole.iq.pl

4. Tag in Katowice (Polen): Ausflug ins KL Auschwitz

Während meinem Geschichtsstudium hatte ich mich mehrfach intensiv mit dem Nationalsozialismus und dem Völkermord in Auschwitz auseinandergesetzt. Auch später als Geschichtslehrer an der Kantonsschule am Brühl St.Gallen habe ich mit meinen SchülerInnen immer wieder das Thema "Genozid" behandelt. Allerdings nicht "nur" jener an den Juden, sondern Völkermorde von der Antike bis heute. Noch nie habe ich bis heute aber ein Konzentrationslager (KL) wie jenes in Auschwitz besucht, das zugleich als das grösste Massen-Vernichtungslager mit rund 1.2 Millionen ermordeter Menschen in die Geschichte eingegangen ist.

Auschwitz kann man einfach nicht beschreiben - mir fehlen die Worte! Daher lasse ich Bilder und meine Gefühle sprechen - ich bin unendlich traurig!



Auschwitz 1

Auschwitz 2

Auschwitz 3

Alle weiteren Fotos zum KL Auschwitz finden sich im Picasa Webalbum unter http://picasaweb.google.ch/hofmannboos/KZAuschwitz
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