Im Daten-Netz verfangen
Das Schaufenster an der St. Galler Frongartenstrasse 5 ist noch bis Mitte April zu sehen, die Figuren sind zu kaufen. Die Zepra-Geschäftsstelle für Prävention und Gesundheitsförderung will hier auf die Online-Sucht aufmerksam machen, die laut einer Studie 2,3 Prozent der befragten Schweizer betreffe. Sie würden durchschnittlich 35 Stunden pro Woche im Netz verbringen. Weitere 3,7 Prozent müssen gemäss der Untersuchung als gefährdet bezeichnet werden, weil sie 20 Stunden pro Woche mit ihren Computern online sind. Die Zepra stellt ihr Schaufenster weiterhin Schulen, Institutionen und Einzelpersonen zur Verfügung, welche die Themen Sucht, Prävention und Gesundheit gestalterisch umsetzen möchten.

Bild: Hanspeter Schiess
Quelle: St.Galler-Tagblatt vom 5. März 2008.
Panopti.com - Die schöne neue Welt der Überwachung

Bücher zum Thema Datenschutz
- Pär Ström (2006). Die Überwachungsmafia. Das lukrative Geschäft mit unseren Daten. ISBN-13: 978-3446229808.
- Christiane Schulzki-Haddouti (2003): Bürgerrechte im Netz. ISBN-13: 978-3810038722.
- Christiane Schulzki-Haddouti (2004): Im Netz der inneren Sicherheit. Die neuen Methoden der Überwachung. ISBN-13: 978-3434505822.
- Rolf Gössner: (2000): ' Big Brother' und Co. Der moderne Überwachungsstaat in der Informationsgesellschaft. ISBN-13: 978-3894581954.
Quelle: http://panopti.com.onreact.com/swf/index.htm
Tipp via E-Learning-Blog
Helfen statt Ballern «Food Force»

Es liegt in deiner Hand, die Insel Sheylan zu retten und wieder aufzubauen.
Im Indischen Ozean, auf der Insel Sheylan, ist eine schwere Krise ausgebrochen. Deshalb entsenden wir ein neues Team, um die Einsatzfähigkeit des World Food Programme vor Ort zu verbessern und Millionen hungriger Menschen mit Nahrung zu versorgen.
Quelle: ://www.food-force.com/de/
Der BIAS Newsletter 62 der FHNW Pädagogische Hochschule schreibt hierzu:
Während vielerorts über so genannte Killerspiele diskutiert wird, macht das kostenlose Computerlernspiel den Hunger in der Welt zum Thema. Das Spiel ist speziell für Kinder und Jugendliche zwischen acht und dreizehn Jahren entwickelt worden. Weltweit hat es bereits mehr als fünf Millionen Spieler, die auf den aktions geladenen «Food Force» Missionen Menschen in Not helfen.
«Food Force» versetzt die Kinder und Jugendlichen in die Rolle humanitärer Helfer, die gegen eine drohende Hungersnot auf der fiktiven Insel «Sheylan» ankämpfen. Die Spieler werden mit einem Ernährungswissenschaftler und einer Logistikexpertin auf eine virtuelle Reise geschickt, bei der sechs spannende Missionen zu erfüllen sind, um die Hungersnot abzuwenden.
Web 0.0 - US-Schulen schwören Computern ab
SPIEGEL-ONLINE hat darüber berichtet:
"Seit Jahren rüsten deutsche Schulen digital auf. Das Ziel: ein Computer für jeden Schüler. Ausgerechnet in den USA beginnt eine Kehrtwende: Erste Schulen nehmen Teenagern die teuren Laptops wieder weg - auch weil Schüler die Geräte gern für Pornos statt für Mathe nutzen.
Sie sollten das Bildungswesen verändern, den Unterricht moderner machen und die Teenager auf das digitale Zeitalter vorbereiten: Viel haben sich Bildungspolitiker von neuen Medien an Schulen erhofft, Klassenzimmer haben sie in Hightech-Labore umgebaut, und die Industrie trommelt emsig für 'Laptops für alle'.
Doch langsam macht sich die Erkenntnis breit, einer Illusion aufgesessen zu sein. Ausgerechnet in den USA, dem Weltzentrum des technischen Fortschritts, vollziehen einige Schulen eine Kehrtwende: Sie schaffen ihre Schullaptops wieder ab. (...)"
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Artikel von Schulen ans Netz fasst einige Statements als Reaktion auf den Notebook-Beitrag der New York Times zusammen.
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Inzwischen haben zahlreiche Blogs das Thema kommentiert; nachstehend eine Zusammenstellung der Reaktionen:
"Bildschirme machen dick ..." - so einfach ist es also doch nicht!
In den letzten Tagen sind gleich zwei Studien erschienen, die sich den Ursachen und Folgen von Übergewicht bei Kindern widmen. Beide Studien zeigen deutlich, dass Bildschirme alleine nicht verantwortlich sind für die Fettleibigkeit unsere Kinder; wenn auch einige Neurowissenschaftler es immer wieder gerne behaupten:
Studie A: Kein Zusammenhang bei Kindern zwischen hohem Medienkonsum und Fettleibigkeit.
Kinder, die viel vor dem Fernseher sitzen oder sich über Stunden mit Computerspielen beschäftigen, sind nach einer Studie von britischen Psychologen keine "Couch Potatoes". Es sei zu einfach, so Stuart Biddle, Professor für Sportpsychologie an der Loughborough University, alleine Medien für den Mangel an körperlichen Aktivitäten und für die zunehmende Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen verantwortlich zu machen.
Quelle: Heise Online vom 23. März 2007.
Eine Möglichkeit für mehr Bewegung bei den Kindern zu sorgen, sehen die Forscher darin, dass die Kinder beispielsweise zum Schulweg oder zur Freizeit-Aktivität (Ballett, Sportverein, etc.) selber laufen oder mit dem Fahrrad hinfahren und nicht wie zunehmends auch in der Schweiz üblich, von den Eltern mit dem Auto gefahren werden.
Studie B: Dicke Kinder - nicht nur am Essen liegts.
US-Forscher vermuten, dass überall vorhandene Umweltgifte schuld daran sind, dass immer mehr Menschen an Übergewicht leiden. Die Gifte beeinflussen die Schwangerschaft und programmieren den Fötus auf Fettleibigkeit.
Bisphenol A könnte ein solcher Stoff sein. Er ist Bestandteil von Plastik, aus denen unter anderem Trinkflaschen von Babies gemacht werden.
Sicherlich sicher ist, dass viel Bewegung das beste Mittel gegen Fettleibigkeit ist! Sinnvollerweise sollte man auch immer wieder die Arbeit am Bildschirm mit den Kindern unterbrechen und mit Übungen zur Bewegung im Unterricht auszugleichen.
Daher zum Schluss nachstehender Buchtipp:
Zum Body-Mass-Index
Als fettleibig gilt, wer einen Body-Mass-Index über 30 hat. Der Body-Mass-Index wird errechnet aus dem Körpergewicht, geteilt durch das Quadrat der Körpergrösse in Metern. Beispiel: 85 (kg)/(1.76*1.76) = 27.44
Uff, nochmals Glück gehabt :-)
MELANI - Informationen über die Sicherheit im Datennetz
Die Website der Melde- und Analysestelle Informationssicherung MELANI bietet Informationen über Gefahren und Risiken im Umgang mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien (z.B. Computer, Internet, Handy, E-Banking).
Quelle: http://www.melani.admin.ch
Besonders hilfreich auf MELANI sind beisielsweise die Checklisten und Anleitungen zu den Sicherheitseinstellungen für Windows XP bzw. für Mac OS X Clients. sowie Demonstrationen und Lernprogramme zur Windows Firewall oder den Sicherheitseinstellungen im Internet Explorer.
Manfred Spitzers Referat "Vorsicht Bildschirm!" stimmt mich nachdenklich!
Bereits vor gut einem Jahr habe ich frustriert mit dem Lesen des Buchs "Vorsicht Bildschirm. Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft" aufgehört, welches der Neurowissenschaftler Manfred Spitzer verfasste. Bereits damals hat mich gestört, dass der Wissenschaftler Spitzer bewusst oder unbewusst immer wieder Korrelation mit Kausalität in seinen sogenannten Beweisen verwechselte. Hinzu kommt, dass sich seine Beweisführung lediglich auf einige wenige ausgesuchte Quellen bezieht.
Nachdem einige meiner ArbeitskollegInnen im November einen Vortrag von Manfred Spitzer besucht hatten und von seinen Fähigkeiten als Redner schwärmten, habe ich mir übers Wochenende auf DVD Manfred Spitzers Referat "Vorsicht Bildschirm. Der Einfluss von Bildschirm-Medien auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Ein Vortrag vom März 2006" angeschaut:
Schweizer Kinderärzte warnen vor Fernsehen
Macht Fernsehen dick, dumm oder asozial? Während die Experten noch streiten, ist es für die Gesellschaft der Schweizer Kinderärzte keine Frage mehr. Über sieben Stunden TV-Konsum pro Woche schade der körperlichen und psychologischen Entwicklung von Jugendlichen, warnen sie in der neuen Auflage ihres quasioffiziellen Schweizerischen Gesundheitshefts.
Grundsätzlich finde ich die Warnung, 7 Stunden Fernsehen pro Woche sind genug, durchaus sinnvoll! Jedoch stört mich die undifferenzierte Panikmache, mehr schade der körperlichen und psychologischen Entwicklung; ohne dass die Kinderärzte einen wissenschaftlichen Befund hierzu liefern können. Sinnvoller wäre m.E. eine Aussage wie: "Für eine gesunde und natürliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen empfehlen wir einen maximalen Bildschirm-Konsum von ca. 1 Stunde täglich bzw. 7 Sunden pro Woche!" Natürlich müsste bei einer solchen Empfehlung auch die jeweilige Situation und das Alter der Kinder und Jugendlichen in Betracht gezogen werden. Mittlerweile konsumieren Kinder und Jugendliche eine Vielzahl von Bildschirm-Medien (Computer, Handy, Fernseher, Playstation bzw. Gameboy); daher scheint mir eine Empfehlung zu einem massvollen Bildschirm-Konsum hilfreicher zu sein. Nicht zuletzt auch deshalb, weil Jugendliche inzwischen weit länger andere Bildschirmmedien konsumieren als das Fernsehen.
Bis zum dritten Lebensjahr sollen Kinder überhaupt nie fernsehen, unterstreicht die Genfer Kinderärztin Nicole Pellaud, die zusammen mit zwei Deutschschweizer Berufskollegen für die Redaktion des Hefts besorgt war.
Eine solche Aussage ist sicherlich nachvollziehbar, nur zielt sie leider an der Realität vorbei! Vermutlich wird es bei vielen Familien abends so zu und her gehen, wie bei uns Zuhause: Spätestens dann, wenn auf dem Kinderkanal (KIKA) um 18:40 die Sendung "Beutolomäus kommt zum Weihnachtsmann" läuft, lässt sich auch unser Jüngster (2.5 Jahre alt) nicht mehr vom Fernseher fernhalten. Natürlich gäbe es Alternativen: Entweder ein Fernseh-Verbot für alle Kinder aussprechen oder das Geschrei des Jüngsten ertragen, weil er als Einziger das dritte Lebensjahr noch nicht erreicht hat und deshalb auch nicht Fernsehen darf. Auch hier scheint es mir sinnvoller, die Eltern von Kleinkindern auf einem massvollen Fernsehkonsum hinzuweisen, anstatt ein generelles Verbot auszusprechen. Sinnvoll und massvoll scheint mir für Kinder, die noch nicht zur Schule gehen, ein Fernsehkonsum von täglich ca. 30 Minuten zu sein. Bei uns Zuhause wird der Fernseher von den Kindern frühestens um 18:15 für die Sendung "Simsala Grimm" in Betrieb gesetzt, anschliessend folgt die oben erwähnte Sendung "Beutolomäus kommt zum Weihnachtsmann" und machmal - oh Schreck - kommt es sogar vor, dass die Kinder noch bis 19:00 "Unsere Sandmännchen" gucken. Bislang konnte ich allerdings bei unseren vier Kindern (8 Jahre, 6 Jahre, 4 Jahre und 2.5 Jahre) noch keine körperlichen und psychologischen Schäden als Folge von übermässigem Fernsehkonsums feststellen. Beim Jüngsten ist sogar so, dass er von alleine das Fernsehzimmer verlässt, wenn die Grossen mal zeitlich länger gucken. Erfreulicherweise wissen auch die Grossen, wann genug ferngeguckt ist und schalten geflissentlich den Fernseher spätestens um 19:00 selbständig aus.
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