Meine Vision: Wissen in Wikis, Lernfortschritt in Weblogs
Richard Heinen (Chefredaktor von Lehrer-Online, Schulen ans Netz e.V., www.lehrer-online.de) hat in der aktuellen Ausgabe von merz. zeitschrift für medienpädagogik, 50. Jahrgang / Nr. 3, Juni 2006, seine Vision betreffend dem Wandel der Bildungsinstitutionen im Kontext der medientechnologischen Entwicklung verfasst; die sich weitgehend mit meiner Einschätzung deckt.
Betreffend diesem Wandel stellen sich u.a. die nachfolgenden Fragen:
Betreffend diesem Wandel stellen sich u.a. die nachfolgenden Fragen:
- Wie verändern sich Hochschule und Schule - organisatorisch, personell, räumlich - durch den Einsatz digitaler Medien?
- Welche Anforderungen entstehen für Lehrende und Lernende?
- Welche Visionen einer Wissensgesellschaft geben dabei den Hintergrund der Diskussion ab?
Meine Vision: Jeder Schüler und jede Schülerin hat einen eigenen Rechner, mit dem sie Zuhause und in der Schule in das Internet kommen. Sie arbeiten in Gruppen und tauschen ihre Materialien online über eine Plattform im Internet aus. Gemeinsam bearbeiten sie Präsentationen, sammeln Wissen in Wikis und dokumentieren ihren Lernfortschritt in Weblogs.
Lehrkräfte unterstützen sie bei der Wahl ihrer Themen und bei der Recherche und Aufbereitung der Inhalte. Neben der Arbeit im Klassenverband arbeiten Schülerinnen und Schüler immer wieder in klassen- und vor allem schülerübergreifenden Projektgruppen. Lehrkräfte tauschen sich ebenfalls in Gruppen in Internetplattformen aus, um Projekte und Inhalte zu entwickeln. Unterstützt werden sie durch Moderatoren, Fachwissenschaftler und Didaktiker.
Die kooperativen Arbeitsweisen erlernen Lehrerinnen und Lehrer bereits in ihrem Studium an der Universität und vor allem am Studienseminar, wo Unterrichtseinheiten, die das klassenübergreifende Arbeiten zeigen, besonders geschätzt werden. Der Einsatz digitaler Medien ist Grundvoraussetzung, da inzwischen viele - und zukünftig alle - Schülerinnen und Schüler ein Notebook besitzen und die Eltern, die diese Rechner finanziert haben, deren Einsatz fordern. Die selbständigere und eigenverantwortliche Arbeit führt zu besseren Leistungen nicht nur in der Arbeit am Rechner.




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