Im aktuellen Newsletter E-Learning des Learning Center der Universität St. Gallen von Prof. Dr. Andrea Back lese ich gerade erfreuliche folgende Mitteilung:

Web 2.0 fördert Lernmotivation
Der Pilotversuch an neun österreichischen Hauptschulen belegte die positiven Effekte neuer Technologien auf Motivation und Medienkompetenz der Schüler. Am breiten Einsatz muss aber noch gefeilt werden.

Das im Juni diesen Jahres gestartete E-Learning-Projekt der Telekom Austria und des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur liefert nun erste Ergebnisse. An neun österreichischen Hauptschulen haben Schüler und Lehrer Technologien wie Social Software, Wikiwebs und Weblogs eingesetzt, um ihr Wissen virtuell teilen zu können. Die beteiligten Schulen ziehen ein halbes Jahr danach positive Bilanz.

"Die Schüler hatten grosse Freude daran, im Team an einer gemeinsamen Aufgabe zu arbeiten. Der Einsatz von Web 2.0 führte so zu einer höheren Lernmotivation und letztendlich zu einem grösseren Lernerfolg", zieht Ingrid Paus-Hasebrink, Leiterin der Abteilung für Audiovisuelle Kommunikation am Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg, Resümee. Die Mehrzahl der Schüler würde das Projekt Web-2.0-Klasse besser bewerten als Schule im Allgemeinen. Laut den beteiligten Lehrern habe sich auch die Medienkompetenz der Schüler gestärkt. So könnten sie nun die Qualität von Informationen besser beurteilen und Gefahren besser einschätzen.

Laut Paus-Hasebrink müsse noch viel geschehen, damit Web 2.0 fest im Lehrplan verankert werden könne. Die beteiligten Lehrer wünschen sich eine Änderung der Unterrichtsstruktur, die mehr Freiräume für projektorientiertes Arbeiten lässt. Zudem müsse es möglich werden, Projekte nicht mehr als Einzelperson, sondern in einem interdisziplinären Lehrerteam durchführen zu können. Nicht zuletzt müsse der Umgang mit neuen Technologien auch in der Lehrerausbildung berücksichtigt werden.

Die Ergebnisse des Pilotprojektes können auf http://web20klasse.at begutachtet werden. Zum Thema "Die Nationalparks Österreichs" haben die Schüler individuelle Fragestellungen untersucht und die Ergebnisse im zentralen Wiki im Internet veröffentlicht. Begleitend dazu führten die Lehrer ein Forschungstagebuch.

(Quelle: http://www.telekom-presse.at)